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Tag des Tagebuchs

Freitag, 12. Juni 2020

Es war ein kleines rot-weiß kariertes Büchlein, welches Anne Frank am 12. Juni 1942 zum 13. Geburtstag von ihrem Papa erhielt: heute vor 78 Jahren! Anne nannte das Büchlein Kitty, machte es zu ihrem Tagebuch und vertraute ihm all das an, was sie vom 12. Juni 1942 bis zum 1. August 1944 in Amsterdam erlebt und gedacht hat. Das "Tagebuch der Anne Frank" gehört heute zur Weltliteratur und zu einem ganz besonderen Beleg der schrecklichen Ereignisse im 2. Weltkrieg.

Dr. Dr. Herbert Mück

Und genau deshalb ist wohl heute auch der "Tag des Tagebuchs" in Deutschland. Aber: ist Tagesbuch schreiben nicht irgendwie altmodisch?Warum Tagebuch schreiben helfen kann, ein bisschen leichter durchs Leben zu gehen, darüber haben wir mit Dr. Dr. Herbert Mück gesprochen – er ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und hält es in vielerlei Hinsicht für sinnvoll! Das Interview mit ihm könnt Ihr unten nachhören.

Deutsches Tagebucharchiv

Tagebücher sind aber auch oft mehr, als eine Hilfe und Erinnerung für den Schreiber. Viele Tagebücher sind längst Zeitzeugen geworden. Und sie haben in Deutschland ein eigenes Archiv bekommen, dass schon so wertvoll ist, dass es letztes Jahr zum "Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung" gekürt wurde: Das Deutsche Tagebucharchiv. Auf der Homepage des Archivs heißt es: Autobiographische Zeugnisse sind wichtige Quellen für die Geschichts- und Kulturforschung, vor allem für die Erforschung der Alltags- und Mentalitätsgeschichte. Das Deutsche Tagebucharchiv (DTA) mit Sitz im Alten Rathaus von Emmendingen versteht sich als Aufbewahrungsort solcher Zeitzeugnisse aus dem deutschen Sprachraum.

Unveröffentlichte Tagebücher, Lebenserinnerungen und Briefe von jedermann und jedefrau werden hier gesammelt, archiviert, fachgerecht aufbewahrt und sowohl der Wissenschaft als auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht.

 

Interview Deutsches Tagebucharchiv

Vielleicht habt ihr ja noch eure alten Tagebücher im Keller liegen...oder vielleicht auch noch die Erinnerungen eurer Eltern oder Großeltern in Buchform und fragt euch: Tja, was soll ich damit machen? Im Keller gammelt es nur vor sich hin...

 

Dafür gibt es das Deutsche Tagebucharchiv.

In Emmendingen – einer niedlichen Stadt in Baden-Württemberg – werden die Tagebücher von Jedermann gesammelt – also von Menschen wie du und ich. Wir sprechen mit Marlene Kayen vom Deutschen Tagebucharchiv.

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