Gletschertod auf Island

Okjökull wurde offiziell beerdigt
Dienstag, 20. August 2019

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gletscher auf island
2019, Island, Ok: Linkes Bild: 14. September 1986. Luftaufnahme des damals noch existierenden Okjökull-Gletscher auf dem Gipfel des Vulkans Ok. Rechtes Bild: 1. August 2019. Vom geschrumpften und nicht mehr existierenden Gletscher ist nur ein kleiner Fleck aus Eis übrig geblieben.

Mittlerweile sollte es überall angekommen sein: Die durch den Menschen verursachte Klimaerwärmung ist immer weiter auf dem Vormarsch. Und sie hinterlässt Opfer. Sowie den Gletscher Okjökull auf Island, der schon seit 2014 offiziell keiner mehr ist. 

Nun beerdigte eine Gruppe von Menschen den ersten durch den Klimawandel verlorenen Gletscher.

Gedenktafel für unsere Nachkommen 

Eine Hinterlassenschaft derer, die dem Gletscher die letzte Ehre erwiesen, ist eine Warntafel mit einer Botschaft für die Zukunft:

„Ok ist der erste isländische Gletscher, der seinen Status als Gletscher verliert“, heißt es auf Englisch und Isländisch auf der Gedenktafel. Und weiter: „In den nächsten 200 Jahren wird dieses Schicksal vermutlich all' unsere Gletscher ereilen. Diese Gedenktafel soll zeigen, dass wir wissen, was passiert und was getan werden muss. Nur ihr wisst, ob wir es geschafft haben werden.“


Dass jeder etwas dafür tun kann, steht außer Frage. Wenn alle ein wenig zusammenarbeiten und jeder einzelne einen (kleinen) Beitrag leistet, dann besteht tatsächlich noch Grund zur Hoffnung. Lassen wir sie nicht auch noch sterben.