
Black Friday (dieses Jahr am 28.11.) und Cyber Week (dieses Jahr ab 01.12.) stehen vor der Tür und viele Händler locken mit verführerisch niedrigen Preisen und ungewöhnlichen Angeboten. Doch es ist wie immer: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Wie Ihr sicher Schnäppchen schnappen könnt, erklären wir Euch in unseren Tipps und im Interview. Und wir erklären Euch, woher Black Fridayund Cyber Monday/Week stammen.
In den USA wird der Black Friday seit Jahrzehnten gefeiert. Millionen Amerikaner versammeln sich früh am Morgen in riesigen Schlangen vor den Türen der Einzelhändler, um sich die besten Schnäppchen des Jahres mit Rabatten bis zu 90% zu sichern. Traditionell findet der Black Friday immer am Freitag nach dem amerikanischen Erntedankfest, dem sogenannten Thanksgiving, statt (dieses Jahr am 27.11.) Obwohl er kein offizieller Feiertag ist, hat der Black Friday etwas von einem Shopping-Feiertag, da viele Angestellte ihn als Brückentag zwischen Thanksgiving (das immer auf einen Donnerstag fällt) und dem darauffolgenden Wochenende nutzen. Dabei kommt es regelmäßig zu tumultartigen Kämpfen um die besten Preisknüller.
Der Begriff “Black Friday” tauchte in den USA erstmals in den 60er Jahren auf und beschrieb damals die Verkehrsstaus und Menschenmassen auf den Gehwegen, die sich in Städten bildeten. Sie zogen sich wie eine „Schwarze Masse“ durch die Einkaufsstraßen. Eine andere Erklärung geht davon aus, der „schwarze“ Freitag sei ein Synonym für „schwarze“ Zahlen, die die Geschäftsleute Jahr für Jahr ab diesem Tag schreiben.
2006 brachte Apple den "Black Friday" erstmals nach Deutschland, denn was in Amerika funktionierte, musste doch auch anderswo funktionieren. Da hatte Apple recht. Die Kultmarke aus Kalifornien bot ihre aus den USA bekannten Black Friday Angebote auch in den deutschen Apple-Stores und im Onlineshop an und generierte damit enorme Umsätze. Vom Apple Erfolg angelockt, veranstalten seit dem nicht nur Online-Händler sondern gefühlt jeder Laden in der Stadt Black Friday Sale Aktionen. Mittlerweile ist es schon eine ganze "Black Week" in der der "Black Friday" dann als Höhepunkt inszeniert wird.
Der Marketingbegriff „Cyber Monday“ stammt ursprünglich aus den USA und fällt auf den Montag, der nach dem Feiertag Thanksgiving folgt. Er stellt den offiziellen Weihnachtsverkaufsstart von Online-Shops dar und ist ein bisschen auch die "Antwort" der Online-Händler auf den "Black Friday", den ein im normalen Einzelhandel gibt.
Auch in Deutschland gehört der Cyber Monday für viele Anbieter – z.B. Amazon oder Media Markt – zu den alljährlichen Shopping-Highlights. Bei vielen Händlern ist aus dem Cyber Monday aber auch schon die Cyber Week geworden.

Viele "Sonderpreise" von Produkten werden mit der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) des Herstellers verglichen.
Die hohe UVP wird aber von kaum einem Händler eingehalten. So entstehen angebliche Sparangebote von bis zu 50%, bei denen sich der Spareffekt eher bei 10% bis 20% dreht.
Die stark beworbenen Produkte sind für Schnäppchenjäger eine starke Versuchung. Doch braucht man die Produkte wirklich? Mit einer Liste mit wirklich benötigten Beschaffungen lassen sich Spontankäufe vorbeugen. Produkte, die immer gut weggehen werden, sind selten heruntergesetzt. Auslaufmodelle und Ladenhüter landen öfter im Angebot.
Händler versuchen durch die kurze Angebotsfrist Druck auf die Käufer auszuüben. Man solle sich also nicht zu unüberlegten Käufen drängen lassen. Im Notfall kann man ungewollte Produkte noch zurückgeben.
Immer wieder nutzen Fake-Shops den Black Friday, um Leute zu betrügen. Bei besonders günstigen Angeboten sollte man besondere Vorsicht wallten lassen. Die kriminellen Händler lassen sich gerne per Vorkasse oder Kreditkarte ihre Waren bezahlen. Aber am Ende kommt keine Ware je an. Per Lastschrift und Rechnung ist der sicherste Weg. Hinweise für Fake-Shops: gefälschte Prüfsiegel, fehlendes Impressum oder fehlende Geschäftsbedingungen.