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Ein Brotkorb

Unser tägliches Brot: Insekten-Mehl als neuer Trend?

Am 16.Oktober ist der Tag des Brotes

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Bei Brot kommt es häufig auf die inneren Werte an

Getrocknete Heuschrecken: die neusten Trends zum Thema Brot

Im modernen Japan wird schon seit längerem kein Reis mehr zum Frühstück gegessen. Diesen Trend spüren auch die Reisbauern. Daher soll Brot aus Reismehl dazu beitragen, dass der Reiskonsum wieder angekurbelt wird. Diese Brote erreichen aber ohne Zusatzstoffe noch lange nicht die Konsitenz von Weizen- oder Roggenbrot. Als Lösung wird dem glutenfreien Reismehl häufig Weizengluten zugesetzt, was bei manchen Menschen Allergien auslösen kann. Forscher arbeiten bereits an Alternativen.

In Finnland gibt es seit letztem Jahr einen exotischen Brot-Trend. Wie die Zeitung "Helsingin Sanomat" berichtete, können Kunden im Supermarkt in Helsinki Brot aus gemahlenen Insekten kaufen. Circa 70 getrocknete Heuschrecken sind nötig, um daraus ein Laib Brot zu backen. Der Preis für diese ausergewöhnliche Spezialität liegt bei ungefähr vier Euro. Das Insekten-Mehl macht im Brot nur drei Prozent des Gewichtes aus, da auch normales Mehl verwendet wird.

Bis jetzt bleiben die Deutschen ihrem gewohnten Weizen- und Roggenbrot treu. Es bleibt abzuwarten, ob solche ausergewöhnlichen Trends auch in Deutschland gut ankommen.

Die Auswahl der Brotsorten ist groß

Rund 3200 Spezialitäten gibt das Bäckerhandwerk in seinem Register an. Fast ein Viertel davon sind Roggenmischbrote, danach folgen Vollkornbrote und Weizenmischbrote. Jedoch gibt es regionale Unterschiede: In Baden-Württemberg haben fast die Hälfte der Sorten einen hohen Weizenanteil. In Bayern hingegen werden die Brote größtenteils aus Roggen hergestellt. 

Den Überblick behalten kann schwierig sein

Bei so vielen Brotsorten und Zusammensetzungen ist es gar nicht so einfach den Überblick zu behalten. 
Grundsätzlich ist Weißbrot ein Weizenbrot, welches mindestens zu 90 Prozent aus Weizenmehl hergestellt wird. In einem Weizenmischbrot muss mehr als die Hälfte Weizenmehl enthalten sein. Die selben Mengenanforderungen sind zutreffend für Roggenmehl in Roggenbroten oder Roggenmischbroten. 
Die Bezeichnung Schwarzbrot ist nicht eindeutig geregelt. Einige verstehen darunter Brote aus Roggenmehl, andere widerum Vollkornbrote. Möglich sind aber auch Mehrkornbrote, in denen mindestens drei Getreidearten verbacken sind. 

Vollkorn als Nonplusultra? 

Die Bezeichnung Vollkorn hat nichts mit dem Getreide zu tun, denn Vollkornbrote werden aus Weizen, Roggen, Dinkel oder anderen Arten hergestellt. Es könnte sich dabei auch um Mischbrote handeln. Der Konsument sollte sich nicht blenden lassen, wenn auf der Rinde des Brotes ganze Körner eingebacken sind. Es kommt nämlich eher darauf an, dass Vollkornmehl verwendet wird. Anders als bei Weizenbrot sind dort alle Bestandteile des Getreidekorns verarbeitet: Keim, Mehlkörper und die Schale.
Aus diesem Grund enthält Vollkornbrot die dreifache Menge an Mineralstoffen und doppelt so viele Vitamine und Ballaststoffe wie Weißbrot.

 

Fakten rund um Brot

  • Es ist eines der ältesten Gewerbe der Welt: Schon im alten Rom gab es Berufsmüller, die besonders feines Mehl hergestellt haben.
  • In Deutschland gibt es über 300 verschiedene Brotsorten. Aber eins haben sie alle gemeinsam: Sie brauchen Mehl!

Bezeichnung für den Brot-Anschnitt

  • Knust, Knus, Kniest, Knistchen, Kniezchen, Knüppchen, Küppchen oder Knaust im Nordosten und Nordwesten Deutschlands, aber auch teilweise im Ostmitteldeutschen.
  • Knorz, Knörzel, Knüstchen, Kürschtje, Knapp oder Knäppchen, Knörzchen, Knärzchen, Knetzle, Knerzla oder Köppla verwendet man im Rheinland, in Hessen, Franken und angrenzenden Gebieten.
  • Rand, Ränftchen, Ranft, Ranften, Ranftl, Ränftl, Ränftel, Rauft, Rindl, Rumptschn sind Ausdrücke für Kanten im Mittel- und Süddeutschen Raum.
  • In Mittelthüringen sind auch die Begriffe Feeze oder Fietze, in Südthüringen der Küppel bekannt.

 

Brötchen, Backwaren

Vollkornbrot ist schnell gemacht

Wir haben ein leckeres Rezept für ein schnelles und gesundes Vollkornbrot: 

Zutaten:
 
675 g Dinkel- oder Weizenvollkornmehl
 1/2 l lauwarmes Wasser
 1 TL Vollmeersalz
 1/2 TL Honig
 1/2 Würfel Hefe
 
Zubereitung:


Eine Kastenform mit etwas Butter einreiben,
Wasser, Vollmeersalz, Honig und Hefe gut verrühren,
das Dinkelvollkornmehl dazugeben und zu einem Teig verarbeiten.
 
Den Teig ca. 10 Minuten gehen lassen.
Bei 220 Grad ca. 60 Minuten backen.

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Ein geschnittenes Brot
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