
Ihr wollt möglichst erfolgreich in Euren Traumberuf einsteigen?! Dann müsst Ihr natürlich erst mal durch das anstehende Bewerbungsverfahren. Und damit das klappt, geben wir Euch einige nützliche Tipps mit an die Hand, wie Ihr einen guten Eindruck hinterlassen könnt.
Natürlich ist es nach wie vor das A und O, dass Eure Bewerbungsunterlagen vollständig sind. Das bedeutet: Zum einen ein überzeugendes Anschreiben, das klar macht, warum Ihr Euch ausgerechnet bei diesem Unternehmen bewerbt und was Euch als Person fachlich und menschlich auszeichnet. Zum anderen ein Lebenslauf, in dem Euer beruflicher Werdegang lückenlos und übersichtlich dargestellt wird. Und hier kommt auch schon der erste entscheidende und moderne Aspekt ins Spiel: Die Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Heute nutzen nämlich bereits 67 Prozent der Bewerbenden in Deutschland eine KI, um ihre Texte zu optimieren oder ihren Lebenslauf an spezifische Stellenausschreibungen anzupassen.
Gerade weil ein generischer Lebenslauf mittlerweile oft nicht mehr ausreicht, ist es hilfreich, sich an einem praktischen (und meist auch völlig kostenlosen) Lebenslauf-Muster zu orientieren, das nicht nur optisch überzeugt, sondern auch von den automatischen Bewerbermanagementsystemen (ATS) vieler Großunternehmen problemlos gelesen werden kann. Übrigens: Rechtschreibung, Grammatik und ein gepflegter Ausdruck sind nach wie vor das Fundament eines guten ersten Eindrucks – und dank KI-Unterstützung lassen sich diese Aspekte heute praktischerweise viel gezielter perfektionieren.
Das Bewerbungsfoto galt lange Zeit als fester Bestandteil der Mappe. Seit dem Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ist ein Foto allerdings nicht mehr verpflichtend. Dennoch sehen überraschend viele Personalverantwortliche ein professionelles Bild nach wie vor gerne, um sich einen ersten visuellen Eindruck machen zu können. Ein Foto im Bikini vom letzten Strandurlaub ist allerdings mehr als unangebracht, stattdessen empfiehlt es sich zu einem richtigen Fotografen zu gehen und hochwertige Fotos von Euch machen zu lassen.
Die Entscheidung ob mit oder ohne Foto hängt übrigens stark von der Branche ab: In eher konservativen Sektoren wie Banken oder Kanzleien ist ein hochwertiges Foto vom Fotografen oft von Vorteil, während in der Tech-Branche oder bei Start-ups der Fokus klar auf den Skills liegt und ein Foto häufig zweitrangig ist.
Das Wichtigste vorab: Vor Euch sitzt oft Euer potenziell neuer Chef. Worte wie "krass", "geil" oder "fett" sind hier in der Regel also eher fehl am Platz. Außerdem ist der Personalleiter kein "Alter" oder "Dude", sondern vielmehr der Mensch, der über deine berufliche Zukunft entscheidet. Dementsprechend solltet Ihr respektvoll und möglichst selbstbewusst auftreten. Authentizität ist das Gebot der Stunde, und die Fähigkeit, Eure Motivation und Eure Stärken überzeugend zu präsentieren, ist entscheidend.
Sich auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten kann man übrigens lernen, und praktischerweise gibt es dafür viele hervorragende Wege. Ein intensives Firmen- und Branchenstudium ist dabei das absolute Minimum. Um jedoch echte Sicherheit zu gewinnen, helfen professionelle Bewerbungscoaches, die mit Euch typische Fragen durchspielen und Euch wertvolles Feedback zu Eurer Wirkung geben. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter vermitteln solche Coaches oder bieten sogar eigene Trainings an, in denen Ihr in einem geschützten Raum Nervosität abbauen und Eure Gesprächstechniken verfeinern könnt. Hier übt Ihr beispielsweise auch, wie Ihr auf heikle Fragen souverän reagieren und Eure Praxiserfahrung (etwa aus Praktika oder Auslandsaufenthalten) geschickt in den Fokus rücken könnt.
Wenn Eure Unterlagen stehen, kann die eigentliche Suche beginnen. Schaut Euch gezielt nach Stellen um, die zu Euren Interessen und Stärken passen, und nehmt Euch ruhig die Zeit, verschiedene Arbeitgeber und Aufgabenbereiche miteinander zu vergleichen. Oft entdeckt man dabei Möglichkeiten, die man vorher gar nicht auf dem Schirm hatte.
Wenn es mit den ersten Bewerbungen nicht direkt klappt, lohnt es sich, die Suche etwas weiter zu fassen. Ein größerer Radius, verwandte Berufsfelder oder auch Initiativbewerbungen können neue Möglichkeiten eröffnen.
Passt Eure Suche ruhig immer wieder ein Stück an. Vor allem aber: Bleibt optimistisch. Mit ein bisschen Ausdauer steht Ihr vielleicht schon bald voller Vorfreude an Eurem ersten Arbeitstag im neuen Job.
Wir wünschen Euch viel Erfolg bei Eurer Bewerbung!
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