Medaillen bei Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen

Die Nationalmannschaft der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat am zweiten Wettkampftag der Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen in den Niederlanden fünf Medaillen (drei Mal Gold, zwei Mal Bronze) gewonnen und zwei neue Weltrekorde aufgestellt. In der Peter van den Hogenband Schwimmhalle in Eindhoven waren die deutschen Rettungsschwimmer in allen zehn Finals vertreten. „Das war heute eine ganz starke Leistung von meinem Team, ich bin sehr stolz auf meine Sportlerinnen und Sportler“, sagte Bundestrainerin Susanne Ehling am Donnerstagabend.

Auch die Teammitglieder aus Sachsen-Anhalt gewannen am zweiten Tag ihre ersten beiden Medaillen. Der Hallenser Joshua Perling (20) holte bei seiner WM-Premiere zusammen mit Christian Ertel, Danny Wieck und Kai-Uwe Schirmer Gold in der 4 x 25 Meter Puppen-Staffel. Doch damit nicht genug, denn die Vier stellten in 1:04,73 Minuten auch einen neuen Weltrekord auf. „Das läuft mit diesem Team einfach. Ich hatte einen mega Wechsel, echt super“, freute sich Perling, der am Mittwoch, dem Tag der Eröffnungsfeier, seinen 20. Geburtstag feierte.

Sachsen-Anhalts Damen holten ebenfalls Edelmetall: In der 4 x 50 Meter Gurtretter-Staffel gewannen die Magdeburgerin Alina Riehm (22) und die beiden Hallenserinnen Jessica Luster (25) und Theresa Franz (24) die Bronzemedaille. Mit 1:40,66 Minuten kamen sie sechs Hundertstel vor ihren Konkurrentinnen aus den Niederlanden ins Ziel. „Dieser dritte Platz ist sehr wichtig für die Mädels. Sie merken jetzt, dass sie mithalten können. Man darf nicht vergessen, dass die Männer wie erwartet schwimmen und die Frauen sogar über ihren Erwartungen“, so die Bundestrainerin.

Jessica Grote nahm am zweiten Wettkampftag an zwei B-Finals teil: Im 200 Meter Super Lifesaver schwamm sie auf Platz neun (2:32,14 Minuten) in der Gesamtwertung und über die 50 Meter Retten einer Puppe schaffte sie es auf Platz 16 (39,57 Sekunden). Ihre Teamkameradin Jessica Luster hingegen verpasste im A-Finale beim Super Lifesaver das Podest nur knapp – Platz vier (2:29,72 Minuten).

Am Mittwoch freute sich die DLRG Nationalmannschaft bereits über drei Mal Edelmetall, darunter zwei Goldmedaillen für Danny Wieck aus Stralsund und Kai-Uwe Schirmer aus Bielefeld. Die Rettungsschwimmer aus Sachsen-Anhalt blieben zum Auftakt ohne Medaillen.

Rescue 2016

Bei der Weltmeisterschaft der Rettungsschwimmer absolvieren die Athleten an fünf Wettkampftagen verschiedene Einzel- und Staffeldisziplinen in der Schwimmhalle (Pool) und im Freigewässer (Ocean). Am Samstag (10.9.) stehen in Noordwijk die Freigewässer-Entscheidungen auf dem Programm. Die Wettbewerbe enden dort am Sonntag. Das DLRG Nationalteam strebt in der Gesamtwertung einen Platz zwischen drei und sieben an.

Rettungssport

Rettungssportler sind mehr als schnelle Schwimmer. Sie müssen auch verschiedene Rettungstechniken und -geräte wie den Gurtretter oder das Rettungsbrett sicher beherrschen, um erfolgreich zu sein. In der DLRG betreiben den Sport rund 60.000 – zumeist junge – Menschen. Neben dem Leistungs- und Wettbewerbsgedanken macht der Rettungssport fit für den Ernstfall. Viele Jugendliche wurden durch ihn bereits für den Wasserrettungsdienst an Deutschlands Küste und den Badestellen im Binnenland begeistert.

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