Freitag der 13.

radio SAW deckt auf
Freitag, 13. Mai 2022

Es ist eigentlich nicht zu erklären. Ganz normale vernünftige Menschen trauen sich an einem Tag wie heute gar nicht aus dem Bett- sie haben Angst vor Freitag, dem 13. Dafür gibt’s sogar einen medizinischen Fachausdruck:  

Para – skave – deka- tria -phobie

Heute fallen nämlich zwei Unglückssymbole aufeinander- die beide ihren Ursprung im Christlichen Glauben haben. Freitag war der Todestag von Jesus, verraten wurde er von Judas, der 13. Person beim Abendmahl.

Genährt wurde der Aberglaube durch den Börsencrash im Mai 1927 in Deutschland, am Freitag, den 13.

Auch in der nordischen Mythologie finden sich Hinweise auf die 13 als Unglückszahl.

In Wirklichkeit ist das natürlich alles großer Unsinn- heute ist ein Tag, wie jeder andere, wenn wirklich etwas Unglückliches passiert, dann rein zufällig- oder wir sind selbst Schuld- weil wir heute besonders vorsichtig sind, verändern wir unsere Gewohnheiten und führen so manch kleine Panne herbei-  selbsterfüllende Prophezeiung, nennen das Psychologen.

Wissenswertes rund um Freitag, den 13.

  • Jedes Kalenderjahr hat mindestens einen und höchstens drei Freitage, die auf einen Dreizehnten fallen.
  • Der kürzeste Abstand zwischen zwei Freitagen den 13. beträgt nur vier Wochen. Dies ist immer der Fall, wenn der 13. Februar ein Freitag ist, und der Februar nur 28 Tage lang ist. Dann ist bereits im folgenden März der 13. wieder ein Freitag.
  • Der längste Abstand zwischen zwei Freitagen den 13. beträgt 14 Monate oder genau 61 Wochen. Dieser Fall tritt dann ein, wenn der 13. August ein Freitag ist, und das folgende Jahr ein Schaltjahr ist. Dann kommt es erst wieder im Oktober des Folgejahres zu einem Freitag den 13. Zum letzten Mal war dies August 1999/Oktober 2000 der Fall; das nächste Mal passiert dies August 2027/Oktober 2028.
  • Eine genau gleich lange Differenz von 61 Wochen ergibt sich auch dann, wenn der 13. Juli ein Freitag ist und das folgende Jahr kein Schaltjahr ist. Dann ist erst der 13. September des Folgejahres wieder ein Freitag der 13. Dies war im Juli 2001/September 2002 der Fall, ebenso im Juli 2012/September 2013.

Übrigens...

  • Auswertungen von Unfalldaten haben ergeben, dass sich an einem Freitag dem 13. nicht mehr Verkehrsunfälle mit schwerem Sachschaden ereignen als an einem Freitag dem 6. oder 20.
  • Eine Untersuchung der Unfallmeldungen im Jahr 2009 durch den ADAC hat ergeben, dass an einem Freitag dem 13. die Anzahl der Unfallmeldungen 894 betrug, während an anderen Tagen 975 Unfälle gemeldet wurden
  • Beim Lottospiel ist die 13 eine der beliebtesten Zahlen. Sie war sogar die erste Zahl, die überhaupt gezogen wurde. Mittlerweile gilt sie allerdings als seltenste Zahl, die gezogen wird.

Andere Länder, andere Unglückszahlen

  • Den Italienern graut eher vor Freitag, dem 17. Die Spanier wiederum fürchten Dienstag, den 13., wie der Teufel das Weihwasser.
  • In der jüdischen Tradition ist die 13 sogar eine Glückszahl. Jüdische Jungs feiern am 13. Geburtstag ihre Bar-Mizwa, etwa mit der Konfirmation vergleichbar.
  • Bei den Maya in Lateinamerika ist die 13 ebenfalls positiv besetzt. Das hat mit ihrer Vorstellung zu tun, dass es insgesamt 13 Himmel gibt.
  • Bei den Chinesen und Japanern ist es die 4, die ausgesprochen negativ belastet ist. Das chinesische Wort für 4 klingt genauso wie das Wort für Tod. Die Zahl wird daher sorgfältig gemieden. Man achtet darauf, bei Einladungen niemals zu viert am Tisch zu sitzen. Und in chinesischen Hochhäusern wird man kein Stockwerk finden, das die Ziffer 4 enthält. Kein viertes, kein vierzehntes, kein vierundzwanzigstes und so weiter. Auch die Etagen 40 bis 49 werden einfach übersprungen. Verrückt? Ja, schon.
  • Aber hierzulande fehlt in Hotels oft das 13. Stockwerk oder das Zimmer Nummer 13. Außerdem fehlt bei einigen Airlines die 13. Sitzreihe im Flieger.
  • Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines musste vor sieben Jahren ihr Logo ändern, weil das “B” aus 13 Punkten bestand. Empörte Passagiere hatten die Fluggesellschaft mit E-Mails und Anrufen überschüttet.
  • Bis ins Jahr 2014 wurde die 13 als Startnummer in der Formel 1 nicht vergeben. Dann nahm der Venezolaner Pastor Maldonado all seinen Mut zusammen und ging mit der ungeliebten Nummer ins Rennen. Er überstand das Turnier unbeschadet.

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