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Eintracht gewinnt gegen CFC 2:1

Samstag, 23. November 2019

Offensiv-Fussball mit wenigen Gegentoren – das hatte sich der neue Eintracht-Trainer Marco Antwerpen vor dem Spiel gewünscht – und das lieferten die Löwen auch zu Beginn des Spiels gegen den Chemnitzer FC – allerdings hatte sich sein Gegenüber Patrick Glöckner ähnliches vergenommen. 

Gleich in der ersten Minute hatte es Benjamin Kessel mit einem Hackentrick nach einem feinem Zuspiel von Bär versucht, die Abwehr im Strafraum zu übertölpeln, aber leider blieb der Ball im Gewirr der Abwehrbeine des CFC stecken. Gleich darauf versucht er es mit einem Direktschuss, der leider noch abgeblockt wurde. Dann war es Marcel Bär, der aus spitzem Winkel im Strafraum zum Schuss kam – Chemnitz Keeper Jakubov verhinderte den Rückstand für die Sachsen (7.). Der Torwart hatte ohnehin in den ersten Minuten viel zu tun, weil es Eintracht immer wieder mit Schüssen auf seinen Kasten probierte.

Der Chemnitzer FC war aber keineswegs zum Zuschauen ins Eintracht-Stadion gekommen.  Immer wieder zelebrierten sie ihr schnelles Umschaltspiel , vor allem über den bulligen Bonga, der die Abwehr vor einige Probleme stellte. Vor dem 16ner fackelten die schnellen Stürmer nicht lange und versuchten es mit Pässen in die Spitze oder Direktschüssen. Fejzic war auf dem Posten. In der 21. Minute gab es wieder eine schöne Chance für die Blau-Gelben: Kobylanski servierte einen Freistoß nach Maß für Nick Proschwitz, der die Vorlage direkt annahm, aber Chemitz-Torwart stand genau richtig. Der CFC nutze eine Ecke für den überraschenden Führungstreffer – die Ecke wurde zunächst abgewehrt, aber die Nachschuß-Flanke landete genau auf dem Kopf von Philipp Hosiner – und der Ball zappelte im Netz. 

Der Rückstand hinterlies bei der Eintracht-Elf deutliche Spuren. Pässe kamen nicht mehr an, nur selten gelang es nun der Abwehr die anstürmenden Stürmer der Gäste frühzeitig im Aufbau zu stören. Vor allem Ziegele, Becker, Kessel und Kijewski leistet Schwerstarbeit. Der Halbzeitpfiff kam zur richtigen Zeit. 

Trainer Marco Antwerpen reagierte, stellte das System um, wechselte Wiebe für Kammerbauer ein,  Feigenspan kam für den unauffällig geblieben Orhan Ademi. Die Wechsel zeigten Wirkung – mit neuem Elan kam Eintracht nur wieder häufiger zu Offensivaktionen, auch wenn die aufmerksame Abwehr der Gäste wenig zuließ und es immer noch an der Passgenauigkeit haperte. Die einzige nennenswerte Chance in dieser Phase hatte Marcel Bär, dessen Seitfallzieher am Außennetz landete (56.).  Das Spiel blieb offen, entwickelte sich zum engagierten Kampf mit wenigen spielerischen Leckerbissen. Antwerpen brachte für den zurückgekehrten Bernd Nehrig in der 67. Minute den offensiveren Leandro Putaro. 

Sechs Minuten später glaubten die Zuschauer ihren Augen nicht zu trauen – Marcel Bär schoß einen Freistoß direkt aus 18 Metern Richtung Chemnitz-Tor-mehrere Stürmer versuchten dranzukommen – das reichte aber, um Torwart Jakubov so zu irritieren, dass der Ball direkt im Tor landete – 1:1 (73.). Eintracht witterte die Chance das Spiel zu drehen – kaum war der Jubel verhallt, da landete ein abgewehrter Kijeweki-Schuss  direkt auf dem Kopf von Feigenspan, die Bogenlampe senkt sich ins Eck zur 2:1 Führung. 

Die Fans waren aus dem Häuschen und legte noch mal einiges an Lautstärke nach. Gut für die Abwehr, die sich gegen die wütenden Gäste noch mehr wehren musste. Aber das gab auch Räume für einige schnelle Eintracht-Konter. In der 86. Minute überraschte Nico Kijewski mit seinen Dribbelkünsten. Er vernaschte gleich zwei Chemnitzer Abwehrspieler und spitzelte den Ball von der Torauslinie auf Proschwitz, der erneut am starken Torwart der Chemnitzer scheiterte (86.). Bis zum Ende der Nachspielzeit lies Eintracht nun nichts mehr zu und brachte den späten Sieg über die Zeit. 

Unter dem Strich ein etwas glücklicher Sieg – und ein wichtiger, der hoffentlich Selbstvertrauen zurück bringt. Aber auch Marco Antwerpen hat sicher festgestellt, dass noch viel Arbeit vor ihm liegt. 

Aufstellungen: 

Jasmin Fejzic, Benjamin Kessel (G.), Bernd Nehrig (67. Putaro), Orhan Ademi (46. Feigenspan), Martin Kobylanski, Tim-Robin Becker, Marcel Bär, Nico Kijewski, Nick Proschwitz, Patrick Kammerbauer (46. Wiebe, G,)), Robin Ziegele.

Marcel Engelhardt, Leandro Putaro, Yari Otto, Felix Burmeister, Danilo Wiebe, Marc Pfitzner, Mike Feigenspan

Trainer: Marco Antwerpen/Frank Eulberg.

Schiedsrichter: Tobias Schultes

Chemnitzer FC:

Jakub Jakubov, Niklas Hoheneder, Rafael Garcia (78. Tuma), Erik Tallig (G. 75. Champulka), Nils Blumenberg (G., 89. Hoppe), Pascal Itter, S. Reddemann, Philipp Hosiner,  Matti Langer (G.), Taris Bonga, Tobias Müller. 

Joshua Mroß, Kostadin Velkov, Davud Tuma, C. Schoppenhauer, Tim Campulka, Noah Awuku,, Jan-Pelle Hoppe. 

Trainer: Patrik Glöckner

Die Trainerstimmen: