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Bahnstrecke Magdeburg-Halle gesperrt

Ersatzbusse im Einsatz
Dienstag, 11. Juni 2019

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Die Deutsche Bahn setzt auch in diesem Jahr auf die Modernisierung ihrer Infrastruktur. Dazu gehören die Strecke Magdeburg–Halle (Saale) und insbesondere der Eisenbahnknoten Köthen, die in den nächsten Jahren umfassend modernisiert werden. In diesem Jahr beginnt die Deutsche Bahn zwei Eisenbahnbrücken in Wulfen und Zöberitz komplett zu erneuern. Dazu muss die Strecke teilweise gesperrt werden. Während der Sperrung wird eine Vielzahl weiterer Baumaßnahmen gebündelt. Dazu zählen auch erste Umbauarbeiten im Knoten Köthen, die notwendig sind, um die Bahnanlagen aus dem frühen 20. Jahrhundert für die heutigen und zukünftigen technischen und betrieblichen Anforderungen fit zu machen. Die Deutsche Bahn und der Bund investieren dafür rund 120 Millionen Euro. Der Bahnhof Köthen und der Streckenabschnitt Köthen–Zöberitz erhalten moderne elektronische Stellwerkstechnik; Gleise, Weichen, Oberleitungen und die Bahnübergänge in Weißandt-Gölzau, Stumsdorf und Niemberg werden erneuert.

In den darauf folgenden Jahren werden die Bahnsteige und Eisenbahnbrücken im Bahnhof Köthen erneuert. Dafür wird voraussichtlich ab 2022 ein Planrechtsverfahren mit Bürgerbeteiligung durchgeführt. Ergänzend erhält dann auch der Abschnitt Köthen–Sachsendorf elektronische Stellwerkstechnik.

Für die Arbeiten werden der Streckenabschnitt Sachsendorf–Köthen–Halle (Saale) vom 11. Juni bis 14. Dezember 2019 und bereits ab 5. Mai 2019 im Bahnhof Köthen die Ein- und Ausfahrt in Richtung Bernburg (Streckenabschnitt Baalberge–Köthen) für den Zugverkehr gesperrt. Der Bahnhof Köthen und der Hafen Aken bleiben über Dessau an das Schienennetz angebunden.

Einschränkungen im Zugverkehr

Die Deutsche Bahn, Abellio und die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH haben ein umfassendes Ersatzverkehrskonzept vorbereitet. Alle Fahrplanänderungen sind im elektronischen Fahrplan eingearbeitet und in Online-Reiseauskünften (Internet, DB Navigator), im Reisezentrum und an den Fahrkartenautomaten abrufbar.

Die stündlichen IC-Verbindungen Magdeburg–Leipzig werden über Dessau–Bitterfeld umgeleitet und halten alle zwei Stunden zusätzlich in Halle (Saale) sowie am Flughafen Leipzig-Halle.

Auf der Nahverkehrslinie RE 30 Magdeburg-Köthen–Halle (Saale) fahren zwischen Sachsendorf, Köthen und Halle (Saale) Hbf Expressbusse nur mit Halt in Wulfen und Köthen sowie Busse mit Halt an allen Unterwegsbahnhöfen. Auf der Linie RB 50 Dessau Hbf–Köthen–Bernburg–Aschersleben fahren die Züge im Zeitraum 5. Mai bis 14. Dezember 2019 alle 30 Minuten zwischen Dessau Hbf und Köthen, zwischen Köthen und Bernburg kommen Expressbusse (ohne Halt) und Busse mit Halt an den Unterwegsbahnhöfen Biendorf, Baalberge und Bernburg-Roschwitz zum Einsatz. Der Unterwegsbahnhof Frenz wird zirka alle zwei Stunden über Bus-Pendelverkehr von Köthen aus bedient.

Im Zeitraum der Sperrung können Fahrgäste des Nahverkehrs ohne Aufpreis die Intercity-Züge zwischen Magdeburg Hbf, Dessau Hbf, Bitterfeld und Halle (Saale) Hbf nutzen. Ausgenommen hiervon sind folgende Sondertickets des Regionalverkehrs: „Quer durchs Land“-Ticket, Ländertickets und Schönes-Wochenende-Ticket.

Reisendenlenker und Kundenbetreuer kümmern sich um die Reisenden und sind beim Umsteigen behilflich.

Die Bauarbeiten in Köthen haben auch Auswirkungen auf die Züge zwischen Magdeburg und Burg.

Durch die Umleitungen über Dessau Hbf ist die Strecke zwischen Magdeburg Hbf und Biederitz stark ausgelastet.

Deswegen fallen die meisten Züge der Linie RE 40 bis zum 14. Dezember aus.

Als Ersatz halten Züge des RE 1 (Magdeburg Hbf – Potsdam Hbf) in beiden Richtungen zusätzlich in Magdeburg-Neustadt, Magdeburg-Herrenkrug, Biederitz, Gerwisch und Möser.

Die Züge fahren zwischen Brandenburg Hbf und Magdeburg Hbf früher ab.


Detaillierte Informationen zum baubedingeten Fahrplan gibt es an den Aushängen auf den Bahnhöfen, bei der Service-Nummer der Bahn: 0180 6 99 66 33* 

oder unter www.bahn.de/reiseauskunft, www.deutschebahn.com/bauinfos und www.abellio-mitteldeutschland.de.

Einschränkungen im Straßenverkehr

Während der Bauarbeiten an Bahnübergängen (BÜ) und Brücken sind Beeinträchtigungen für den Straßenverkehr nicht vermeidbar. Straßensperrungen werden mit den Kommunen und der Landesstraßenbaubehörde abgestimmt und Anwohner rechtzeitig informiert. Die Bahnübergänge bleiben für Fußgänger und Radfahrer passierbar.

Beeinträchtigungen durch Lärm

Trotz des Einsatzes moderner Arbeitsgeräte und Technologien lässt sich Baulärm nicht gänzlich vermeiden. Lärmintensive Arbeiten werden überwiegend tagsüber ausgeführt.

Bei aller Vorsorge werden Unannehmlichkeiten nicht vermeidbar sein. Die Deutsche Bahn möchte sich bei Reisenden, Anwohnern und Straßenverkehrsteilnehmern schon heute entschuldigen.


* 20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf

 

Dutzende Bahnhofsgelände in Sachsen-Anhalt sollen in den kommenden Jahren schöner werden. Bis zum Jahr 2022 sollen 70 Millionen Euro investiert werden, wie die Deutsche Bahn am Freitag mitteilte. Es gehe um 80 Stationen, die in diesem Zeitraum entweder tatsächlich umgebaut werden sollen oder bei denen weitere Maßnahmen geplant werden. Das vereinbarten Vertreter der Bahn am Freitag mit Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) in Wolmirstedt.

Der dortige Bahnhof ist auch im Programm: Er soll bis 2022 für rund 3,5 Millionen Euro eine neue Unterführung und Aufzüge bekommen. Eines der größten Vorhaben ist der Bahnhof in Stendal, der den Angaben zufolge in den nächsten zweieinhalb Jahren für 16 Millionen Euro unter anderem neue Bahnsteige und neue Aufzüge bekommen soll. Auch die Welterbestadt Quedlinburg soll in diesem Zeitraum für 3,5 Millionen saniert und verschönert werden.

In den nächsten Monaten ist der Bahnhof Köthen gesperrt, weil seine zum Teil mehr als 100 Jahre alte Stellwerkstechnik ausgetauscht und an Gleisen und Oberleitungen gebaut werden soll. Die Bahnsteige und das Gebäude selbst stehen zunächst nicht im Fokus, doch das Bahnhofsprogramm soll das ändern: In diesem Jahr sollen zumindest die Planungen für die Erneuerung von Bahnsteigen und Fußgängertunnel beginnen, hieß es.

Das Bahnhofsprogramm von Bahn und Land besteht seit 2010 und ist nun zum wiederholten Male verlängert worden. Über das Programm haben den Angaben zufolge bereits in der Vergangenheit Dutzende Stationen neue Bahnsteige und mehr Barrierefreiheit bekommen.

 

 

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