Reden statt streiken

Im Tarifstreit für den Einzelhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kommen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu weiteren Verhandlungen zusammen. Die Gespräche gehen am Mittwoch (11.00 Uhr) in Leipzig in die zweite Runde. In den drei Bundesländern sind laut Gewerkschaft Verdi rund 256 000 Menschen im Einzelhandel beschäftigt. Allerdings profitiert nur ein Bruchteil von ihnen direkt von einer Einigung, weil sie bei tarifgebundenen Händlern arbeiten.

Verdi fordert derzeit zwei Cent mehr pro Minute für 10 Monate. Das entspricht im Schnitt einem Plus von 7,6 Prozent. Die Arbeitgeber bieten bisher in zwei Stufen 1,5 sowie 1,0 Prozent mehr für zwei Jahre an. Seit Anfang Juni organisiert die Gewerkschaft Arbeitsniederlegungen in den drei Ländern, um den Druck zu erhöhen. Betroffen waren etwa die Supermärkte Kaufland und Edeka, aber auch die Ketten H&M, Primark und Esprit.

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