Quadriga

Retourkutsche

radio SAW deckt auf

Wenn wir jemandem etwas heimzahlen wollen – im Sinne von: „Na warte, mein Freund, das bekommst du zurück“, dann bekommt derjenige von uns die sprichwörtliche Retourkutsche.

Retoure gleich zurück ist klar, was hat aber die Kutsche damit zu tun?

Die Geschichte des Begriffs Retourkutsche geht zurück ins Jahr 1806. Napoleon siegte mit seinen Französischen Truppen gegen Preußen und französische Soldaten zogen durch das Brandenburger Tor nach Berlin.

Oben auf dem Brandenburger Tor thronte seinerzeit die griechische Friedensgöttin Eirene samt Triumphwagen und Pferden – wir kennen das Ensemble als Quadriga. Den Franzosen gefiel die Quadriga so gut, dass sie sie vom Brandenburger Tor abmontierten und in Kisten verpackt nach Paris brachten. Eine weitere Demütigung für das preußische Volk.

Acht Jahre später wird Napoleon in der Völkerschlacht geschlagen und der preußische König Friedrich Wilhelm III. lässt sofort nach der verschleppten Quadriga fahnden. Gefunden wird sie in Paris gefunden – noch immer in Kisten verpackt.

Die Rückreise der Quadriga mit Friedensgöttin und Prunkkutsche nach Berlin wird zum Triumphzug, an der Strecke jubeln die Menschen und feiern patriotische Volksfeste. Der Berliner Volksmund macht aus der Rückkehr ihres berühmten Wahrzeichens kurzerhand die Retourkutsche.

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