OPUS KLASSIK verliehen

Montag, 19. Oktober 2020

Am Samstag und Sonntag, 17./18.10.2020 fand die OPUS KLASSIK Preisverleihung im Konzerthaus Berlin und in der Villa Elisabeth statt. Eine neunköpfige Jury aus Vertretern von Plattenfirmen, Veranstaltern und Musikverlagen hatte zuvor Preisträger in 25 Kategorien bestimmt. Die Auszeichnung wird getragen vom Verein zur Förderung der Klassischen Musik. Der zum dritten Mal verliehene Preis war im Zuge der Abschaffung der Echo-Preise von Plattenfirmen, Konzertveranstaltern und Musikverlagen aus der Klassikbranche ins Leben gerufen worden.

Magdeburger freuen sich über Nominierung

Nominiert waren auch die Magdeburger Breakdance-Truppe "Da Rookies" zusammen mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode. Ihre Liveshow mit dem Untertitel "Klassik trifft Breakdance" zur Musik von Tschaikowskys Ballett-Musik "Der Nussknacker" gehörte zu den acht Kandidaten für den Klassik-Preis in der Kategorie "Innovatives Konzert". Sieger in dieser Kategorie ist allerdings jemand anderes geworden: Hildur Guðnadóttir und ihr Team. Die isländische Musikerin (35) hat den Soundtrack für die HBO-Serie Chernobyl geschrieben und dafür schon einige andere renommierte Preise abgestaubt (Golden Globe, Emmy, Grammy). Den Preis für das "Innovativste Konzert des Jahres" bekamen sie und ihr Ensemble für die Live-Umsetzung des Soundtrack-Projekts „Chernobyl". Wer sich ein Bild davon machen möchte, kann ja mal hier reinschauen:

Die Geigerin Anne-Sophie Mutter und der Sänger Jonas Kaufmann sind ebenfalls Preisträger des diesjährigen Opus Klassik. Mutter wurde als «Instrumentalistin des Jahres» geehrt, Kaufmann für sein Album «Wien» in der Kategorie «Klassik ohne Grenzen». Weitere Preisträger sind die Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla, der Tenor Daniel Behle sowie die Sopranistin Diana Damrau für ihre Einspielung von Richard Strauss' «Vier letzte Lieder».

Die Mezzosopranistin Elīna Garanča und die Sopranistin Marlis Petersen wurden als beste Sängerinnen geehrt, der Pianist Igor Levit ist «Bestseller des Jahres» für die Einspielung aller Beethoven-Klaviersonaten. Preise waren zudem vorgesehen für die Blockflötistin Dorothee Oberlinger, den Komponisten Detlev Glanert sowie das Vision String Quartet und das Ensemble Resonanz als Orchester des Jahres.

Zu den besten Nachwuchskünstlern gehören die Sopranistin Elsa Dreisig, der französische Tenor Benjamin Bernheim, die belgische Klarinettistin Annelien van Wauwe und die britische Pianistin Isata Kanneh-Mason.