Keine Probleme mit Moderna-Impfstoff in Sachsen-Anhalt

Gesundheitsministerium in Magdeburg nichts bekannt
Mittwoch, 13. Januar 2021

Beim Transport des Moderna-Impfstoffs nach Sachsen-Anhalt hat es anders als möglicherweise in anderen Bundesländern laut Landesregierung keine Probleme gegeben. «Für Sachsen-Anhalt kann ich Entwarnung geben», sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Berlin und Brandenburg hatten zuvor angekündigt, den neuen Impfstoff wegen Bedenken am ordnungsgemäßen Transport nicht zu nutzen.

Die Landesregierungen in Potsdam und Berlin haben Zweifel, ob Transport und Kühlung des Impfstoffs vor der Übergabe an die Länder sachgemäß erfolgt sind. Dieses Problem kann Sachsen-Anhalt ausschließen: «Der Temperaturbereich von -15 Grad Celsius bis -25 Grad Celsius war einzuhalten», sagte die Sprecherin. «Die Temperatur von -21 Grad Celsius, unsere angestrebte Zieltemperatur, wurde dauerhaft gehalten.» Das zeigten Temperaturprotokolle.

Auch das Bundesgesundheitsministerium gab Entwarnung. «Die Qualität der Impfstoffe wurde durch den Transport nicht beeinträchtigt, und die Impfstoffe können unbedenklich verwendet werden», sagte ein Sprecher auf Anfrage am Mittwoch in Berlin.

Der Corona-Impfstoff von Moderna ist nach dem Präparat von Biontech der zweite in Deutschland verwendete. Beide Impfstoffe müssen bei sehr niedrigen Temperaturen gelagert werden. Sachsen-Anhalt hat den Moderna-Impfstoff zunächst für die beiden Universitätskliniken in Halle und in Magdeburg reserviert. In Halle waren am Mittwoch ebenfalls keine Probleme mit dem Impfstoff bekannt, wie eine Sprecherin der Uniklinik sagte. Bis Freitag sollen dort die ersten 300 Mitarbeiter ihre erste Impfdosis erhalten.

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