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Pelztier im Käfig

Israel verbietet als erstes Land Pelzhandel

Allerdings Ausnahmen für Wissenschaft und Religion
Donnerstag, 10. Juni 2021

Israel verbietet als erstes Land den Handel mit Pelzen. Die zuständige Ministerin Gila Gamliel hat eine entsprechende Anweisung unterzeichnet.

Das Verbot soll in sechs Monaten in Kraft treten.

"Für die Pelzindustrie werden weltweit Hunderte Millionen von Tieren getötet", sagte Ministerin Gamliel. Dabei werde "unter Anwendung unbeschreiblicher Grausamkeit Leid verursacht".

"Die Verwendung der Haut und des Pelzes von Wildtieren für die Modeindustrie ist unmoralisch und mit Sicherheit unnötig.  (...) Pelzmäntel können nicht die brutale, mörderische Industrie verdecken, die sie herstellt. Die Unterzeichnung dieser Vorschrift wird die israelische Modeindustrie umwelt- und tierfreundlicher machen."

Allerdings Ausnahmen

Es sollen allerdings Ausnahmen für wissenschaftliche Untersuchungen sowie für religiöse Zwecke gelten. Dies betrifft etwa die Pelzhüte ultraorthodoxer Juden.

Lob von Peta

Tierschutzorganisationen begrüßten die israelische Entscheidung. Die Tierrechtsorganisation Peta sprach von einem "historischen Sieg, der unzählige Füchse, Nerze, Hasen und andere Tiere davor schützen wird, grausam für ihre Haut getötet zu werden".