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HFC und FCM beschweren sich

Dienstag, 12. Mai 2020

Geschäftsführer Mario Kallnik von Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg hat die Pläne des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kritisiert, neutrale Spielorte zuzulassen, sollten einige Stadien gesperrt sein. «Das ist für mich klare Wettbewerbsverzerrung und hat mit Fußball nichts mehr zu tun. Nach den letzten Wochen wundert mich aber gar nichts mehr», sagte Kallnik der «Volksstimme» (Dienstag). Wie die Zeitung berichtet, schließt Magdeburgs Bürgermeister Lutz Trümper Geisterspiele in der MDCC-Arena momentan wegen der aktuellen Corona-Eindämmungsverordnung aus. Außerdem seien sie «wirtschaftlicher Wahnsinn». Der FCM müsste laut «Volksstimme»-Informationen möglicherweise nach Braunschweig oder Wolfsburg ausweichen.

Gemeinsamer Brief

Gemeinsam mit Ligakonkurrent Hallescher FC haben die Magdeburger deshalb Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht in einem Schreiben um Hilfe gebeten. «Wir haben dem Innenminister, der für uns verantwortlich ist, unsere Bedenken und Probleme aufgezeigt, welche wir und viele andere Drittliga-Vereine momentan haben», sagte Kallnik. «Der DFB macht momentan viel Druck, will die Saison zu finanziellen Lasten vieler Vereine unbedingt fortsetzen. Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass das der falsche Weg ist und dass die Drittliga-Saison abgebrochen werden sollte – aus gesundheitlichen und wirtschaftlichen Gründen.»

Kallnik schlägt für diesen Fall vor, dass die beiden Erstplatzierten Duisburg und Mannheim aufsteigen sollten. Es dürfe keine Absteiger geben und die 3. Liga solle durch die Regionalliga-Meister aufgestockt werden. «Die nächste Saison würde somit ein Übergangsjahr bilden, mit dem Ziel, in der darauffolgenden Saison mit 22 Mannschaften an den Start zu gehen. Somit wäre gewährleistet, dass zukünftig alle fünf Regionalliga-Meister direkt aufsteigen», äußerte Kallnik.