Ehrenamt bei der Feuerwehr Harz

Die radio SAW Woche des Ehrenamtes

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Jerry Grunau - stellvertretender Stadtwehrleiter Wernigerode
Jerry Grunau - stellvertretender Stadtwehrleiter Wernigerode

Sie löscht Brände, beseitigt umgestürzte Bäume oder hilft bei Verkehrsunfällen - die Feuerwehr. Ein Großteil der Kameraden in Sachsen-Anhalt ist ehrenamtlich tätig. So zum Beispiel auch in Wernigerode - dort hat radio SAW-Reporter Michel Holzberger Menschen getroffen, die seit Jahrzehnten bei der Feuerwehr sind und etwa beim Harz-Hochwasser oder Brocken-Brand im Einsatz waren:

Mit einem Funkgerät in der Hand sitzt Marco Söchting an seinem Schreibtisch und gibt Anweisungen, er ist ehrenamtlicher Stadtwehrleiter von Wernigerode -  angefangen hat alles vor 30 Jahren:

„Ich war damals 12 Jahre alt und meine Eltern haben zu mir gesagt, suche dir ein Hobby. Dann habe ich der Jugendfeuerwehr auf dem Sportplatz zugeschaut und irgendwann gesagt, da will ich mitmachen und nun bin ich mittlerweile 30 Jahre dabei.“

Auch für Söchtings stellvertretenden Leiter Jerry Grunau ist es eine Lebensaufgabe. In seinen bisherigen 26 Jahren bei der Feuerwehr waren es jedoch nicht die Großereignisse, die im Gedächtnis geblieben sind:

„Sicherlich, ich könnte einen mehrtägigen Brand auf einer Deponie nennen, aber tatsächlich sind es die Verkehrsunfälle. Menschen, die verletzt sind und von uns gerettet werden, bleiben in meinem Kopf.“

Wenn Kameraden Hilfe oder Unterstützung benötigen, können sie sich zum Beispiel auf den ehrenamtlichen Kreisfeuerwehrverband verlassen, Claudia Stenschke ist dort die stellvertretende Vorsitzende:

„Wir sehen uns als eine Art Betriebsrat, gibt es Probleme innerhalb einer Feuerwehr, versuchen wir zu helfen und eine gemeinschaftliche Lösung zu finden.“

Kameradschaftlichkeit innerhalb der Feuerwehr funktioniert, Respekt und  Anerkennung außerhalb nicht immer, deshalb hat Marco Söchting zum Schluss noch eine Bitte:

„Es gibt Bürger, die bedanken sich oder versorgen uns mit Kaffee, das ist toll. Es gibt aber auch die negative Seite. Gaffer, die sich trotz Absperrung am Einsatzort aufhalten und uns stören – deshalb der Appell, bitte lasst uns unsere Arbeit machen und dann wird auch alles gut.“