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Großer Kampf ohne Lohn

Sonntag, 10. Februar 2019

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Andre Schubert
War mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden: Eintracht Trainer André Schubert

Eintracht Braunschweig hat im Abstiegskampf einen Rückschlag kassiert – gegen den SV Wiesbaden verloren die Löwen vor 17.015 Zuschauern (davon 60 aus Wehen-Wiesbaden) nach intensivem Kampfspiel in der zweiten Halbzeit mit 2:3 (1:2).

Die Gäste aus Hessen begannen von Beginn an offensiv und versuchten das Spiel zu bestimmen. Eintracht hielt gut dagegen, konnte aber in der Vorwärtsbewegung kaum einmal selbst Akzenten setzen. In der 17. Minute rettete Eintracht Keeper Jasmin Fejzic die Hausherren noch mit einer Glanzparade, musste aber Sekunden später hinter sich greifen. Nach einer Ecke von Schmidt köpfte Sascha Mockenhaupt vollkommen frei am langen Posten zur Führung der Gäste ein. „Da hat die Zuordnung überhaupt nicht gestimmt, das darf uns nicht passieren“, analysierte Eintracht Trainer André Schubert.

Eintracht blieb relativ unbeeindruckt, spielte direkter nach vorne. Dabei agierte beide Teams kämpferisch, viele Aktionen wurde von Schiedsrichter Müller allerdings früh abgepfiffen. In der 23. Minute nutze Eintracht einen dieser Freistöße zum Ausgleich. Leandro Putaro servierte aus dem Halbfeld das Leder vors tor, im Gewühle versuchte Daniel Kofi Kyereh zu klären, traf aber ins eigene Tor.
Das Spiel blieb danach offen, aber Wehen-Wiesbaden gelangen immer wieder schnelle Konter über die Flügel. In der 31. Minute setzte sich Hansch über die rechte Seite durch, servierte einen flachen Ball scharf vors Tor – Fejzic war mit den Fingerspitzen dran, konnte das glitschige Leder aber nicht festhalten – Diawusie rutschte mit dem Ball ins Tor – 1:2 (31.). Fast hätte Stephan Fürstner gleich darauf den Ausgleich gemacht – sein Schuss aus 18 Metern wehrte Wehens Torwart Kolke mit einer Glanzparade aber ab (33.).

In der Halbzeit wechselte Trainer André Schubert Steffen Nkansah aus, der einen schwachen Tag erwischt und auch Julius Düker blieb in der Kabine. „Vielleicht wollte Jule einfach zu viel, darüber müssen wir sprechen“, kommentierte der Eintracht Trainer. Er wechselte Philipp Hofmann und Christoph Menz ein, was dem Spiel sichtlich gut tat.

Eintracht hatte nun mehr vom Spiel, agierte direkter und schneller im Passspiel nach vorne, aber Wehen-Wiesbaden blieb dran. In der 53. Minute setzte Kyreh den Ball per Kopf nach einer Ecke an die Latte. Drei Minuten später sorgte der Schiedsrichter mit einem umstrittenen Elfmeter für die Vorentscheidung.
Diawusie legte sich den Ball an der Strafraumkante zu weit vor – aber Fürstner berührte den Stürmer noch leicht, der sich fallen lies und damit den Pfiff vom Schiedsrichter heraufbeschwor – eine Chance auf einen erfolgreichen Angriff hatte Diawusie allerdings nicht mehr gehabt. Die Proteste nützten nichts – Schmidt verlud Fejzic und schon zum 1:3 ein (56.).

Kurz darauf setzte André Schubert ein Zeichen, wechselte für Mittelfeldspieler Bernd Nehrig den Youngster –Stürmer Yari Otto ein. Die Löwen hatten den Kampf angenommen – und das brachte auch Erfolg. In der 73. Minute setzte sich Hofmann vor dem Strafraum durch, spitzelte den Ball auf Otto, der eiskalt vor dem Tor blieb und zum 2:3 einschob. Danach wurde die Partie offener, Eintracht lief dem Rückstand mit viel Einsatz hinterher, musste aber immer wieder auf die Konter der Gäste aufpassen. In der 82. Minute semmelte Niko Kijewski aus 30 Metern eine Granate Richtung Tor, Keeper Kolke rettet gerade noch so zur Ecke – Hofmann stieg dabei höher als die SVWW-Abwehr, aber der Ball ging drüber.

Die Gäste packten ihre Trickkiste aus – versuchten den schmalen Vorsprung über die Zeit zu retten. Was ihnen letztlich auch gelang. Nur noch einmal gelang der Eintracht ein Torschuss – in der 90. Minute versuchte es Hofmann von der Strafraumkante aus der Drehung, aber Keeper Kolke hatte damit kein Problem und sicherte den Ball. Nach 94 Minuten pfiff Schiri Müller die Partie ab – die Löwen hatten alles versucht – und stehen doch am Ende mit leeren Händen da.

Aufstellungen:

Eintracht:

Jasmin Fejzic, Benjamin Kessel, Steffen Nkansah (46. Menz), Robin Becker (G.), Bernd Nehrig (68. Y. Otto, G.), Stephan Fürstner (C. G.), Leandro Putaro, Marcel Bär, Julius Düker (46. Hofmann), Niko Kijewski, Marc Pfitzner.

Engelhardt, Hofmann, Otto,Burmeister, Janzer, Menz, Feigenspan.

Schiedsrichter: Eric Müller, Fabian Porsch, Simon Rott.

SV Wehen-Wiesbaden

Markus Kolke, Sascha Mockenhaupt, Maximilian Dittgen (G. 66. Reddemann), Niklas Schmidt (G.), Niklas Dams, Daniel Kofi Kyereh, Moritz Kuhn, Florian Hansch (83. Shipnoski, G.), Jerimas Lorch, Marcel Tisch Rivero, Agyemang Diawusie (74. Schwadorf).

Lukas Watkowiak, Sören-Kurt Reddemann, Giuliano Modica, Nicklas Shipnoski, Jules Schwadorf, Simon Brandstetter, Gökhan Gül.

Trainer: Rüdiger Rehm

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