Werner Schulz

DDR-Bürgerrechtler Schulz gestorben

Brisant: Er starb während einer Veranstaltung im Schloss Bellevue

Der frühere DDR-Bürgerrechtler Werner Schulz ist tot. Er starb am Mittwoch unter dramatischen Umständen während einer Veranstaltung im Berliner Schloss Bellevue.

Nach dpa-Informationen brach Schulz am Rande der Tagung zusammen. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, der Arzt ist, versuchte demnach noch, den Grünen-Politiker zu reanimieren. Dies gelang jedoch nicht.

Das Bundespräsidialamt beendete die Veranstaltung zum 9. November vorzeitig und begründete dies mit einem Todesfall im Kreis der Teilnehmer.

Schulz wurde 72 Jahre alt.

Werner Schulz - Leben und Wirken

Schulz wurde am 22. Januar 1950 in Zwickau geboren. Er absolvierte ein Studium der Lebensmittelchemie und -technologie an der Humboldt-Universität Berlin.

Seit 1968 war er in verschiedenen Oppositionsgruppen der DDR aktiv. 1989 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Neuen Forums, das er am Runden Tisch vertrat. 1990 wurde Schulz Mitglied die ersten frei gewählten Volkskammer der DDR.

Vom Oktober 1990 bis Oktober 2005 gehörte er für Bündnis 90/Die Grünen dem Bundestag an, von 2009 bis 2014 dem Europaparlament.

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