Bio-Gurken ohne Folie

Händler sparen weiter Müll ein
Mittwoch, 23. Januar 2019

Die Biomärkte machen es schon vor - nun ziehen "die Großen" langsam nach: Die Zeit der einzeln in Schutzfolie verpackten Bio-Gurke sind zum Beispiel bei der REWE-Gruppe (Rewe, Penny) vorbei - so teilte es das Handelsunternehmen anlässlich der Eröffnung der „Internationale Grüne Woche“ in Berlin mit. Jetzt bietet der Einzelhändler das Gemüse ganzjährig nur noch mit einem Klebeetikett an.

Warum überhaupt Folie?

In den Wintermonaten sind Bio-Gurken nur verfügbar durch Lieferungen aus dem Ausland, z. B. Spanien. Auf dem Weg vom Feld in die Supermarktregale übernahm die Folie bisher eine wichtige Schutzfunktion vor Austrocknung und Beschädigungen, informiert die Gruppe. Unter Einbezug aller beteiligten Handelspartner sind die relevanten, komplexen Transportprozesse so verändert worden, dass Bio-Gurken nicht mehr eingeschweißt werden müssen und dennoch ihre Frische und Qualität erhalten. Bereits seit 2016 sind die konventionell und biologisch erzeugten Gurken von Erzeugern aus Deutschland und den Niederlanden umgestellt. Allein durch diese Maßnahmen werden schon 2019 jährlich 80.000 Kilogramm Kunststoff eingespart. REWE versucht bereits seit Ende 2017, in ihrem Eigenmarkensortiment den Plastikmüll zu reduzieren. Unter anderem tragen aktuell bundesweit Bananen, Knollensellerie, Porree, Blumen- und Weißkohl, Fenchel und Zucchini von REWE Bio nur noch Klebeetiketten oder Klebebanderolen. Nun gehören auch die Gurken dazu.

"Wir sind auf einem guten Weg, unsere Verpackungen nach und nach umweltfreundlicher zu gestalten und orientieren uns dabei am Grundsatz `Vermeiden, Verringern, Verbessern`“, sagt Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der REWE Group. „Die bereits umgesetzten Änderungen bei den Verpackungen unserer Eigenmarken führen dazu, dass jährlich 7.000 Tonnen weniger Kunststoffe verbraucht werden. Das entspricht gut 15 Prozent unseres bisherigen Bedarfs und einer Folienfläche von 35.000 Fußballfeldern." 

Bis Ende 2030 will die REWE-Gruppe alle Eigenmarkenverpackungen umweltfreundlicher gestalten.

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