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Apfel in einer Hand

Zehn Fakten zum Fasten

Vom Verzichten und Vornehmen

In allen großen Religionen spielt das "Verzichten" eine große Rolle. Auch Christus hat gefastet, bevor er sich auf der Erde an die Arbeit machte. Die 40 Tage Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnen und bis Ostern dauern, verstehen die Christen eigentlich als Buße und Vorbereitung auf Ostern. Schließlich wurde am Karfreitag Jesus Christus von Menschen an ein Kreuz genagelt und hingerichtet. Christen sollen in der Fastenzeit in sich gehen und auf Dinge verzichten, die ihnen lieb sind - sie sollen den Verlust spüren und in sich hinein spüren, ob das alles denn auch wirklich wichtig ist. Was sind die Dinge, die einem wirklich wichtig sind? Die einem wirklich gut tun?

In diesem Sinn muss Fasten auch nicht nur als Verzicht verstanden werden, sondern auch als Zuwendung zu neuen Dingen, anderen Lebensweisen, Hobbys und Ritualen!

In diesem Video ist die Herkunft vom Fasten und die moderne Interpretation schön erklärt

1. Wir fasten alle im Schlaf

Während des sogenannten Heilfastens tun wir nichts anderes, als wir sonst über Nacht machen. Wir führen dem Körper keine Nahrung zu und entlasten ihn dadurch von der aufwendigen Verarbeitung der Nahrung. Stattdessen kann sich unser Körper auf die inneren Reparaturarbeiten konzentrieren.

2. Fasten entgiftet und polt den Körper neu

Bis zu sieben Kilo Körpergewicht verliert man während einer siebentägigen (Heil)Fastenkur. Da schwinden aber nicht nur Fettzellen - man verliert viel Wasser und eventuell auch Muskulatur.  Ums Abnehmen sollte es beim Heilfasten aber auch nur am Rande gehen. Man entgiftet! Nicht selten heilen sich Fastende so selbst, wenn sie unter Schmerzen oder Allergien leiden. Der Stoffwechsel regeneriert sich zudem und macht es möglich, dass nach dem Fasten Nahrung besser verwertet werden kann. Das bedeutet, dass man seltener Hunger hat und gegebenenfalls ganz natürlich und zwanglos abnehmen kann - wenn man denn will.

3. Fasten erhöht die körperliche Fitness

Bei Krankheiten haben wir in der Regel keine Lust auf Essen. Eine kluge Reaktion unseres Körpers. Denn die Kraft, die bei der Verdauung gespart werden kann, wird benutzt um Infekte loszuwerden. Genauso beim Fasten: Dadurch, dass wir nichts zu uns nehmen, kann der Körper in den Gedärmen und allen anderen Verdauungsorganen mal richtig "reine machen". Der Fachmann spricht auch vom Entschlacken oder auch Entgiften. Schlacke kennt man aus Hochöfen: das ist das, was übrige bleibt, wenn Kohle verbrannt wird: eine olle eklige Masse, die zu nichts zu gebrauchen ist und regelmäßig entfernt werden muss, damit der Ofen richtig heizen kann. Unser Körper ist quasi auch ein Ofen: er verbrennt die Nahrung - dabei entstehen aber Stoffe, die unser Körper nicht gebrauchen kann. Deswegen müssen wir regelmäßig zur Toilette. Aber: es bleibt immer was in den Darmwänden und Organen zurück und läppert sich über die Lebensjahre zusammen. Beim Fasten hat der Körper Zeit, diese Reste ebenfalls raus zu befördern.

Was weg ist, brummt nicht - und stört auch nicht mehr. Man fühlt sich fitter, hat bestenfalls weniger Schmerzen in den Gelenken oder im Kopf und ist weniger empfindlich gegen Staub, Pollen oder bestimmt Lebensmittel!

4. Fasten entspannt

Eine Studie der Universität Göttingen zeigt: Während des Fasten sinkt das Level des Stresshormons Cortisol. Dafür steigt ab dem dritten Tag der Level des Gute-Laune-Hormons Serotonin. Wir sind glücklicher.

5. Wer fastet, hungert nicht!

Viele fürchten schlimme Hungerattacken während des Fastens. Aber bereits nach den ersten Tagen schaltet unser Körper um, und versorgt den Organismus im Reserve Modus von innen.

6. Bewegung während des Fastens tut gut

Viele meinen durch die geringere Nährstoffzufuhr nur auf dem Sofa liegen zu müssen. Aber das ist ein Fehler. Bewegung bringt den Stoffwechsel und den Kreislauf in Schwung. Der Sauerstoff an der frischen Luft hilft zudem unsere Nieren, Leber und die Lungen zu entgiften. Auch der Darmtrakt liebt Bewegung.

7. Die komplette Darmentleerung ist ein Muss

Der Körper benötigt ein klares Zeichen, um in den Reserve-Modus zu wechseln. Vor dem ersten Fastentag eigenen sich daher bestimmte Salze oder auch Zitronensaft oder Sauerkraut.

8. Nachdem fasten nicht wieder normal weiteressen

Das sogenannte „Fastenbrechen“ ist Pflicht. Nach einer Weile ohne feste Nahrung muss sich der Körper wieder an die Verdauung der Nährstoffe von außen gewöhnen. Idealerweise startet man leichten Mahlzeiten wie gedünsteten Äpfeln, Gemüsesuppen oder Quark.

9. Fasten beseitigt schlechte Angewohnheiten

Nach dem Fasten haben wir eine neue Alltagsroutine. Fernsehgucken bedeutet nicht automatisch naschen und beim Abendessen füllen wir nicht unseren Teller randvoll, da wir uns an die kleineren Portionen gewöhnt haben.

10. Die kleinste Kleinigkeit zerstört die Fastenkur

Sobald wir während des Fastens auch nur eine Kleinigkeit von außen zuführen, schaltet unser Körper wieder auf Außenversorgung, produziert Magensaft und leistet die übliche Verdauungsarbeit. Damit ist die Fastenkur vorbei.

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