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Würzburg schlägt Eintracht mit 3:1

Samstag, 22. Februar 2020

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Das gibt es doch gar nicht! Kaum war das Spiel angepfiffen, da gingen die Kickers schon in Führung (2.). Saliou Sané bekam den Ball am Strafraum, schoss einfach mal flach aufs Tor – nicht einmal hart und Jasmin Fejzic schaute zu „wie eine Kuh wenn es donnert“, wie das Leder in die Maschen lief. Die Kickers setzten natürlich nach – Fabio Kaufmann hatte die Führung auf dem Kopf – aber dieses Mal war Fejzic zur Stelle und hielt den wuchtigen Kopfball (10.).

Eintracht Trainer Marco Antwerpen hatte mit seiner Aufstellung überrascht -  gegen die als wackelige Defensive bekannte Kickers-Elf startete er nicht mit einer Doppelspitze, sondern setzte Nick Proschwitz auf die Bank. Dort nahm er neben Benjamin Kessel Platz, der sich eigentlich als wieder fit gemeldet hatte – und der ja sowohl offensiv wie defensiv einer der konstantesten Spieler der Löwen ist. Bär und Nerig kehrten nach ihren Gelb-Sperren wieder in die Startelf zurück. 

Von wackeliger Abwehr der Kickers war allerdings so gar nichts zu sehen. Im Gegenteil – die Würzburger störten früh, begannen mit dem Pressing schon am gegnerischen Strafraum – mit Erfolg. Sané trotzte Burmeister den Ball am 16ner ab – legte sofort nach innen auf Baumann der zum 2:0 einschoß (18.). 

Eintracht versuchte nach vorne zu spielen – aber richtig gefährlich kam der 1-Mann-Sturm mit Pourie nicht zum Zug. Vor allem weil Würzburg sofort ins Pressing ging, oft sogar abgesichert durch einen zweiten Spieler in Lauerstellung. Da gab es kaum ein Durchkommen, auch als Marco Antwerpen taktisch umstellte – vergeblich. Würzburg drückte immer wieder durch schnelles und präzises Passspiel, nutze jede Gelegenheit zum Abschluß. Gut, dass Fejzic wieder zur gewohnt guten Form zurückfand. Die Gastgeber bestimmten weiter das Spiel, der Halbzeit-Pfiff wurde sehnlichst herbeigewünscht. 

Marco Antwerpen hatte genug gesehen – nach der Pause kamen Kessel, Proschwitz und Kobylanski für Nehrig, Biankadi und Feigenspan ins Spiel.  Und plötzlich gab es gleich zwei Halbchancen für Eintracht – durch Kobylanski. Leider abgeblockt, aber im 16ner. Jetzt übernahmen die Löwen das Spiel mehr und mehr. Die Kickers blieben jedoch gefährlich und starteten immer wieder zu schnellen Kontern. Aber auch wenn die Löwen mehr vom Spiel hatten – gefährlich wurde es immer wieder durch die Gastgeber – Kobylanski stezten einen Fernschuss neben das Tor (61.), auf der anderen Seite musste Fejzic schon zur Glanzparade greifen, um den Freistoß von Hemmerich noch aus dem oberen Eck zu kratzen (64.). Dann verpasste Proschwitz eine Hereingabe an den langen Pfosten nur knapp. Der Einsatz der eingewechselten Eintracht-Spieler zahlte sich in der 70. Minute auch aus. Proschwitz legte auf Koby ab, der schickte Bär mit einem Pass in den Raum auf die Reise Richtung Tor – sein Querpass aus Pourié vergoldete der zum Anschlusstreffer 2:1. Vier Minuten später setzte sich Proschwitz am Strafraum gegen 3 Würzburger durch, schoss aus der Drehung – aber leider über das Tor. Wer weiß, wenn da der Ausgleich gefallen wäre... So aber wechselte Würzburg-Trainer Schiele mit Hoffmann einen eher defensiveren Spieler ein. 

Die Würzburger standen nun tiefer und konterten. In der 76. Minute spielte Sontheimer einen präzisen Pass auf Sané an der Strafraumkante, eine schnelle Drehung, ein Schuss – wieder hielt Fejzic großartig. Eintracht bemüht, abet auch inzwischen schon etwas ausgelaugt – ideal für ein schnelles Konterspiel. Wie das geht zeigten die Kickers in der 84. Minute – Kaufmann startete in einen langen Pass, zog am 16ner ab aufs lange Eck – Pfosten! Der Abpraller landet vor dem starken Sané, der seine gute Leistung mit dem 3:1 krönte. 

Gegen den Schlusspurt hatte Trainer Schiele noch Breunig von der Bank geholt – Eintracht versuchte es noch einmal mit einer Ecke – aber die boxte Müller aus seinem Strafraum – symbolisch für das Spiel der Eintracht. Statt Anschluss an die Tabellespitze fand sich Eintracht auf dem harten Boden der Realität wieder – und das bedeutet Platz 6, überholt vom SV Meppen. 

Aufstellungen: 

Würzburger Kickers

Vincent Müller – Frank Ronstadt, Sebastian Schuppan, Jonas David, Luke Hemmerich – Albian Vrenezi (74. Hoffmann), Simon Rhein, Patrick Sontheimer, Fabio Kaufmann (26. G., 89. Breunig) – Saliou Sané, Dominic Baumann (81. Hermann). 

Eric Verstappen, Hendrik Hansen, Luca Pfeiffer, Niklas Hoffmann, Maximilian Breunig, Robert Herrmann, Dave Gnase.

Trainer: Michael Schiele

Eintracht Braunschweig: 

Jasmin Fejzic - Niko Kijewski, Felix Burmeister, Robin Ziegele, Tim Robin Becker – Mathias Nehrig (12. G./46. Kessel, 72. G.) – Mike Feigenspan (46. Proschwitz), Patrick Kammerbauer, Marcel Bär, Merveille Biankadi (46.Kobylanski) – Marvin Pourié. 

 

Marcel Engelhardt, Yari Otto, Steffen Nkansah, Benjamin Kessel, Lasse Schlüter,  Martin Kobylanski, Nick Proschwitz.

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