Ulrike Langrock

Engagiert sich bei der Notfallseelsorge Wittenberg

Es geschieht immer wieder: bei Unfällen sterben Kinder, Eltern, Freunde… Doch wer kümmert sich um die Hinterbliebenen?

Seit 15 Jahren arbeitet Ulrike Langrock ehrenamtlich als Notfallseelsorgerin in Wittenberg. Sie ist da für die Menschen, deren Leben durch Schicksalsschläge aus der Bahn geworfen wird.

Ulrike Langrocks letzter Einsatz ist erst wenige Wochen her. Ein 13-jähriger Junge wird in Wittenberg von einem ICE erfasst und stirbt. Die Polizei geht von einem Suizid aus.

Ulrike hilft Freunden und Mitschülern damit umzugehen und schon nach kurzer Zeit merkt sie: die Hinterbliebenen wollen sprechen, wollen ihren Schmerz ausdrücken.

Nicht bei jedem brechen gleich alle Dämme, für Notfallseelsorger geht es darum, daß Betroffene auf keinen Fallallein gelassen werden:

Oftmals ist allein die Anwesenheit der Notfallseelsorger das wichtigste, damit sich die Hinterbliebenen nach und nach erholen und in den Alltag zurück begleitet werden.

Ulrike gibt zu, daß es ihr nicht immer gelingt, die Schicksale der Menschen nicht an sich heranzulassen. Aber sie kann auf einen starken Rückhalt in ihrer Familie und bei der Feuerwehr bauen.

Geld für ihren Ehrenamt will Ulrike auch keines, aber sie wünscht sich für freiwillig Engagiertedoch hin und wieder kleine Anerkennungen, wie etwa freien Eintritt im Schwimmbad.

Für sein Engagement erhält der Notfallseelsorgeverein um Ulrike Langrock im kommenden Jahr den Lucas Cranach Preis der Stadt Wittenberg.

Mehr Informationen gibt es hier:http://www.kreisfeuerwehrverband-wittenberg.de/notfallseelsorge/

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