Wie ist die Konserve entstanden?

radio SAW deckt auf!
Montag, 6. Dezember 2021

In unserer Rekordjagd sind wir in dieser Woche auf der Suche nach dem ältesten Lebensmittel im SAW-Land. Möglicherweise ist es eine Konservendose, denn mit der Erfindung der Konservendose war es möglich, Lebensmittel lange haltbar zu machen.

Wir schreiben das Jahr 1795. Napoleon Bonaparte hat ein Problem mit der Versorgung seiner immer größer werdenden Armee. Die Truppenteile beschafften sich ihr Essen durch Plünderungen und Soldaten starben nicht auf dem Schlachtfeld, sondern an Unterernährung. Deshalb setzte Napoleon ein Preisgeld von 12.000 Golffranken aus für denjenigen, der ein Konservierungsverfahren für haltbare Lebensmittel erfand. Der Pariser Zuckerbäcker Nicolas Appert holte sich das Preisgeld, weil er es schaffte, Obst und Gemüse haltbar zu machen. Dazu füllte er es in Gläser, erhitzte diese und verschloss sie luftdicht. Die Konservendose aus Blech stammt dagegen vom Briten Peter Durand. 1810 meldete er seine Konservendose zum Patent an.

Zunächst wurde diese Form der Haltbarmachung von Lebensmitteln größtenteils von der Armee benutzt und es war auch noch so ganz das Gelbe vom Ei, denn der Dosendeckel war mit Blei verlötet und den Dosenöffner gab es auch noch nicht. Deshalb nutzen die Soldaten das Bajonett ihrer Waffe, um die Dose zu öffnen, was nicht immer ohne Verletzungen abging. Hausfrauen dagegen verwendeten zum Öffnen der Dose Hammer und Meißel oder ein Bügeleisen, um die Schweißnaht am Dosendeckel zu schmelzen. Erst mit der Erfindung des Dosenöffners wurde es einfacher an die haltbaren Lebensmittel in der Konservendose zu kommen.

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