Wespenplage

Warum gibt es dieses Jahr so viele der Plagegeister?
Donnerstag, 6. August 2015

wespen_am_apfel.jpg

Wespen mögen besonders Süßes und Fleisch

Wespen ohne Ende in diesem Sommer. Experten erwarten in den nächsten Wochen besonders im Westen der Republik eine wahre Wespenplage. Doch warum gibt es denn in diesem Jahr gefühlt so viele?

Das liegt am trockenen und an sich recht warmen Frühling und Frühsommer in diesem Jahr. Durch diese Witterung konnten Wespenvölker mal so ganz in Ruhe wachsen und jetzt sind sie eben da und ärgern uns. Wespen mögen zwei Dinge besonders gern: Etwas Süßes für ihre Ernährung und Fleisch. Damit füttern sie ihre Larven.

Was soll ich denn tun, wenn mir eine Wespe um den Kopf schwirrt?

Das kennt ihr sicher noch von Oma: Ruhe bewahren und nicht nach dem Tier schlagen und auch nicht anpusten. Wespen stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Wenn ihr doch von einer Wespe gestochen werdet, hilft entweder eine aufgeschnittene Zwiebel, am besten aus dem Kühlschrank. Die kalte Zwiebel in Verbindung mit dem Zwiebelsaft kühlt und desinfiziert die Stelle.

Wer keine Zwiebel parat hat – kühlen mit einem Kühlpad oder mit einem kalten Lappen hilft auch schon. Und dann gibt es noch die elektrischen Stichheiler. Das Teil haltet ihr auf die Einstichstelle, das Ding erhitzt sich auf ca. 50 Grad und zersetzt dadurch die Giftbestandteile der Wespe.

Tipps, damit das gar nicht erst passiert – beim Grillen oder beim Picknick?

Wespen mögen keinen Rauch, also macht entweder ein Lagerfeuer, aber bitte nicht auf dem Balkon oder ihr benutzt den Ablenkfütterungstrick. Der geht so: Stellt einen Teller mit leicht angegammeltem Obst und ein bisschen Zuckerwasser in etwas weiter vom Tisch auf, dann werden die Wespen eher dahin fliegen. Oder ihr hängt eine Papiertüte in Form eines Wespennetzes auf. Dann denken die Wespen "falsche Hausnummer, hier sind schon die Kollegen" und fliegen weiter. Wie der Bluff geht, seht ihr im Video.

Wozu sind Wespen eigentlich gut?

Wespen sind eben auch Fleischfresser und fangen für ihre Larven sehr viele andere Insekten, wie Blattläuse, kleine Fliege und Raupen, die als sogenannte "Schädlinge" im Garten gelten. So gesehen helfen Wespen, das natürliche Gleichgewicht im heimischen Garten zu erhalten.

Tipp: Künstliches Wespennest

Eine einfache Idee, um Wespen fernzuhalten, ist der Aufbau eines wespenähnlichen Nestes. Dazu reicht schon eine Papiertüte, wie im Video gezeigt.
Anzeige: