Zollstock

Was hat der Zollstock mit Zoll zu tun?

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Wir brauchen ihn zum Renovieren oder auch beim Heimwerken. Die Rede ist vom Zollstock. Gemessen wird mit ihm aber in Zentimetern – weshalb also Zollstock?

Normalerweise ist ein herkömmlicher Zollstock zwei Meter lang und er lässt sich prima zusammenklappen. Mit ihm können wir alles Mögliche messen, zum Beispiel in welcher Höhe die Nägel für das Bild von Oma in die Wand müssen. Schon im Altertum nutze man abgeschnittene Holzstücke, um die Länge zu messen.

Als Richtwert nahm man den eigenen Körper – so gab es die Handbreit, die Elle oder den Fuß als Maß. Da die Menschen alle unterschiedlich groß waren, gab es immer unterschiedliche Maße. Als ein Zoll wurde damals die Breite des Daumens bezeichnet. Auch hier gabs Unterschiede, der eine hateinen dicken Daumen, der andere einen dünnen.

Im Mittelalter wurden unsere Vorfahren etwas genauer und definierten ein Zoll als ein Zwölftel eines Fußes. Der erste Zollstock war also ein Fuß lang und hatte 12 Teilstriche. Heute ist genau festgelegt, wie lang ein Zoll sein darf, nämlich genau 2,54 cm. Wir nutzen heute das metrische System mit Metern und Zentimetern – die Einheit Zoll gibt es aber zum Beispiel bei Rohren oder Fernsehern immer noch. Ach ja – der Zollstock heißt Zollstock, weil sich das eben so eingebürgert hat. Offiziell heißt das Ding nämlich Gliedermaßstab.

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