
Der Begriff Hühnergott stammt höchstwahrscheinlich aus der Slawenzeit - schon damals haftete den seltsam geformten Steinen der Aberglaube an, sie könnten Böses fernhalten.
Speziell wurden sie von Bauern als Kette um den Hals getragen oder dem Federvieh mit in den Stall gelegt, um das Geflügel vor Krankheiten zu schützen oder die Hennen legefreudiger zu machen. Die Steine sollten als guter Hühnergott herhalten, um böse Götter fernzuhalten. Das Loch im Stein entsteht übrigens, wenn Kalkeinlagerungen durch die Meeresbrandung aus dem Stein herausgespült werden.
Und praktischerweise haben die Hühner sich aus den Steinen auch den Kalk rausgepickt, den sie zum Wachsen und Gedeihen brauchen. An der Ostsee erzählt man sich deshalb auch, dass die Steine Hühnergott heißen, weil sich die Hühner quasi immer vor den Steinen verbeugt habe. Also: sie haben zwar nur den Kalk rausgepickt, aber es sah wie ein permanentes Verbeugen aus. Und Verbeugen tut man sich ja nur vor wichtigen Personen oder eben vor Gott. Deshalb nannte man die Steine Hühnergötter.

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