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taetowiernadeln sollen toxine enthalen

Toxische Tätowiernadeln

Nicht nur die Farben, auch die Nadeln schädigen die Gesundheit
Mittwoch, 28. August 2019

Neue Studie: Forscher haben herausgefunden, dass nicht nur die Tattoopigmente gesundheitsschädlich sein können, sondern wohl auch die Tätowiernadeln. Die giftigen Stoffe können beim Stechen in den Körper gelangen und so zum Beispiel Allergien auslösen.

Giftige Metalle

Dabei stehen vor allem Chrom-Und Nickelpartikel im Fokus. „Diese können über das Blut in die Lymphknoten gelangen“, so das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die allergieauslösenden Metalle ablösen, sei besonders hoch, wenn Titandioxid zum Einsatz käme. Dieses findet man in den meisten „bunten“ Tattoofarben, beispielsweise in Grün, Rot und Blau. Tätowiernadeln bestehen in der Regel aus einer Legierung, die sechs bis acht Prozent Nickel und bis zu zwanzig Prozent Chrom enthält. Beide Metalle gelten als toxisch und können, wenn sie sich zersetzen, das Immunsystem angreifen und somit auch Allergien auslösen können.

Die neue Erkenntnis scheint laut dem BfR ein Zufallsfund zu sein: "Bei der Untersuchung von Tattoo-Farben haben wir Metallpartikel entdeckt. In detektivischer Kleinarbeit fanden wir heraus, dass sie aus dem Abrieb der Nadeln stammen".

 

Ablagerung in Lymphknoten bereits nachgewiesen

In einer früheren Studie wurde bereits nachgewiesen, dass sich giftige Pigmente aus Tattoo-Farben jahrelang in den Lymphknoten ablagern können. Jetzt sei gezeigt worden, dass auch Partikel der Nadeln ihren Weg in diese Organe des Immunsystems finden.

Erforscht wird nun, in welchem Umfang die Ablagerungen die Gesundheit schädigen. Dazu seien umfangreiche Studien mit mehreren Tausend Teilnehmern über mehrere Jahre nötig. Unklar ist auch, ob farbenfrohe Tattoos gefährlicher sind als schwarze Tattoos, denn auch minderwertige schwarze Farbe kann Nickel in hohen Konzentrationen enthalten, heißt es von den Forschern.