
Im Radio läuft ein Lied ... zaghaftes Mitsummen stellt sich ein ...und dann passiert es auf einmal: Man singt mit! Und das ist gut so!
... böse Menschen haben keine Lieder! Soweit der Volksmund. Aber Fakt ist: Singen macht glücklich und ist sogar gesundheitsfördernd! Das haben Wissenschaftler von der University of East Anglia in Nowich herausgefunden.
Vor allem das gemeinsameSingen kann helfen, psychische Krankheiten wie Depressionen oder Ängstezu heilen. Auch die Kombination aus Gesang und Geselligkeit ist gut für die Gesundheit. Lieder trällern in Gruppen fördert das Gefühl von Zugehörigkeit und Wohlbefinden. So kann eine regelmäßige Teilnahme, zum Beispiel im Chor, dabei helfen, Strukturen zu verbessern, sich im täglichen Leben besser zu fühlen und zwischenmenschliche Kontakte zu pflegen.
Singen soll man aus Spaß an der Freude! Nicht wie im Schulunterricht, wo die meisten vor Scham im Boden versunken sind, wenn sie zum Vorsingen vor die Klasse mussten.
Die Grundlage für die genannte Studie bildete ein in Norfolk angesiedeltes Projekt. Es hieß:"Sing Your Heart Out" (Sing es Dir aus dem Herzen). 2005 wurde das Projekt ursprünglich in einem psychiatrischen Krankhaus ins Leben gerufen und ist mittlerweile auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich.Dort werde nur aus Freude gesungen, ohne Druck, auf eine Auffühung hinzuarbeiten.
In verschiedenen Studien wurde festgestellt, dass sichSingenpositiv auf die Gesundheit auswirkt. So bringt Singen den Kreislauf in Schwung, stärkt die Abwehrkräfte und kann sogar das Leben verlängern!
Wir haben auch die Experten gefragt: Macht Singen wirklich glücklich?
Hört Euch dazu dieInterviewmitschnitte mit Dr. Inka Neus,Gesangspädagogin aus Hamburg, und Stephan Kelm, Leiter vom "Vokalensemble Sequenz" aus Halle, an.
