Slaughterhouse Rulez und Der Maulwurf

Streamingtipps der Muckefucks
Mittwoch, 21. April 2021

Nadine empfiehlt "Slaughterhouse Rulez"

Mein Tipp ist die Gruselkomödie „Slaughterhouse Rulez“ auf Netflix mit dem britischen Top-Comedy-Duo Simon Pegg und Nick Frost, die ja mit ihrer „Cornetto“-Trilogie („Shaun of the Dead“, „Hot Fuzz“, „The World’s End“) für diverse Kinolacher gesorgt haben. Und auch wenn es in „Slaughterhouse Rulez“ einige Anlehnungen an diese Klassiker gibt, lässt sich dieser Film nicht mit ihnen vergleichen.

Aber zum Inhalt:
Dons Leben hätte so einfach sein können: chillig mit Freunden Computerspiele zocken, zur Schule gehen und ansonsten in den Tag hineinleben. Seine Mutter stellt sich das allerdings anders vor und schickt ihn auf ein Eliteinternat. Schließlich könnte er später davon profitieren, mit zukünftigen Staatsmännern und Schauspielern die Schulbank zu drücken. Dummerweise wimmelt es auf „Slaughterhouse“ nur so von sadistischen Mitschülern. Auch der an Liebeskummer leidende Vertrauenslehrer Meredith Houseman ist keine Hilfe und dass in der Nähe der Schule ein Fracking-Unternehmen unterirdisch nach Gasen bohrt, macht die Sache nur noch schlimmer, denn in der Tiefe lauert das Böse.

"Slaughterhouse Rulez" ist zwar eine recht vorhersehbare Gruselkomödie, die aber trotzdem mit kleinen Gags Spaß macht. Ab jetzt für alle ab 16 auf Netflix verfügbar.

 

Frank empfiehlt „Der Maulwurf“

Es klingt wie ein Polit-Thriller, ist aber Realität. Der Däne Ulrich Larsen ist Koch. Als er dann aber Diabetes bekommt, verliert er seinen Job, sitzt zu Hause und langweilt sich. Bis er eines Tages einen Film über das Regime in Nordkorea sieht. Das Thema packt ihn, und nun hat er eine Mission: Er begibt sich undercover ins Internet und wird "Social-Influencer" für die Freunde Nordkoreas in Europa. Er gibt den Antiimperialisten auf Facebook, Twitter und YouTube. Zehn Jahre lang ist er als Maulwurf im Netz unterwegs und kommt damit mehr und mehr in die inneren Kreise. Nebenbei lernt er den Filmemacher Mads Brügger kennen, und so wird die ganze Reise per Kamera begleitet. Die Maulwurf-Aktion wird dabei immer brisanter und gefährlicher. Hinzu kommt auch noch ein Ex-Kokaindealer, der einen großkotzigen Ölmilliardär und Investor gibt.

Schließlich passiert das Unglaubliche: Der Ex-Koch schafft es tatsächlich an den Verhandlungstisch in Nordkorea und feiert in der Nähe der Hauptstadt Pjöngjang die Unterzeichnung eines Vertrages. Dabei soll in einer unterirdischen Anlage in Uganda eine Fabrik entstehen, in der teils atomare Waffen und Crystal Meth produziert werden sollen. Und die ganze Zeit ist die Kamera dabei - einmal wären die Maulwürfe sogar mit ihren Wanzen aufgeflogen.

Die Dokumentation sieht aus wie im Film, und man könnte glatt an Fake denken. Aber viele öffentlich-rechtliche skandinavische Sender und die BBC haben ein Jahr lang die Fakten gecheckt und den Film als echt befunden. Es ist so, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt: Wenn Ihr in diesem Jahr nur einen Dokumentarfilm anseht, dann lasst es diesen hier sein. "Der Maulwurf - Undercover in Nordkorea", jetzt in der ZDF-Mediathek.

 

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