
Warum Elterntaxis eher kontraproduktiv sind, weiß Anne Damköhler von der Unfallkasse Sachsen-Anhalt:
Im morgendlichen Verkehrschaos vor der Schule versuchen Eltern unter Zeitdruck, ihr Kind mit dem Auto möglichst nah an der Schule abzusetzen. Dabei kommt es oft zu Fehlverhalten. Es wird im absoluten Halteverbot gehalten, an unübersichtlichen Stellen rückwärts gefahren oder auf Gehwegen gewendet. Damit gefährden die Eltern andere Kinder und behindern den Verkehr. Dem eigenen Kind fehlen durch das Chauffieren bis vor die Tür auch Verständnis und Risikobewusstsein für unterschiedliche Verkehrssituationen.
Besser ist es, den Kindern sicheres Verhalten im Straßenverkehr beizubringen. Das geht auch, wenn es ohne Elterntaxi nicht geht. Grundsätzlich hilft natürlich eine angepasste, vorausschauende Fahrweise im Umfeld von Schulen. Wo es örtlich möglich ist, können sogenannte Kiss-and-Ride-Parkplätze genutzt werden, von denen die Kinder den Rest des Weges allein zur Schule laufen. Mal abgesehen davon, dass mit dem "Weiter-weg-parken" ein Verkehrschaos vor der Schule verhindert wird, lernt das Kind dadurch Selbständigkeit und Sicherheit im Verkehr. Für die Schulanfänger sind auch hier Reflektoren an der Kleidung und am Schulranzen wichtig.

Die Themenwoche "Sicherer Schulweg" - mit radio SAW und der Unfallkasse Sachsen-Anhalt
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