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Ja, sie lebt noch!!!

Doch nicht ausgestorben!
Donnerstag, 21. Februar 2019

Auf der Galápagos-Insel Fernandina ist eine ausgestorben geglaubte Schildkröte gefunden worden. Eine Expedition von Naturschützern und der Galápagos-Parkbehörde hätten ein Weibchen der Unterart Chelonoidis nigra phantasticus entdeckt, twitterte Ecuadors Umweltminister Marcelo Mata am Dienstagabend. Dazu veröffentlichte er Fotos des Exemplars. Zuletzt war eines der Tiere, die wegen ihres ausschließlichen Vorkommens auf jener Galápagos-Insel auch Fernandina-Riesenschildkröten genannt werden, im Jahr 1906 nachgewiesen worden.

Weil es danach keine eindeutigen Lebenszeichen mehr gab, wurde befürchtet, dass die Riesenschildkröte ausgestorben ist. Wissenschaftler gingen davon aus, dass Vulkanausbrüche die Unterart auslöschten. Einzelne Funde von Kot, Biss-Markierungen und Fußspuren sowie unbestätigte Sichtungen hatten die Weltnaturschutzunion IUCN aber vermuten lassen, dass es vielleicht doch noch einige Fernandina-Riesenschildkröten geben könnte.

Chelonoidis nigra phantasticus inbegriffen werden mehr als zehn Unterarten von Galápagos-Schildkröten aufgeführt, die vielfach nur auf je einer der größeren Inseln des Archipels vorkommen, das seit 1979 zum Unesco-Weltnaturerbe zählt. Eine Riesenschildkröte wurde als «Lonesome George» weltbekannt, als sie 1971 auf der Insel Pinta entdeckt wurde. George starb 2012 rund 90-jährig als letzter seiner Unterart - Paarungsversuche mit Weibchen einer verwandten Unterart waren gescheitert.

Auf den abgelegenen Galápagos-Inseln vor Ecuador hat sich eine ganz besondere Flora und Fauna entwickelt. Zu den nur dort vorkommenden Arten zählen auch Meerechsen, Landleguane und Galápagosfinken. 1835 besuchte Charles Darwin die Inseln. Seine Theorie von der Entstehung der Arten erhielt dort viele Denkanstöße.