Seiteneinsteiger.jpg

Seiteneinsteiger

Seiteneinsteiger als Lehrer

Freitag, 13. November 2020

Dass in Deutschland ein landesweiter Lehrermangel herrscht, ist keine Neuigkeit. Auch im SAW-Land ist die Zahl der unbesetzten Stellen enorm groß. Durch sogenannte Seiteneinsteiger versuchen die Bundesländer, etwas an diesem Zustand zu ändern. Anhand von Sachsen-Anhalt zeigen wir Euch, wie auch Personen ohne grundständige Lehrerausbildung in den Schuldienst einsteigen können.

Bewerben kann sich jede/r, die/der über eine erfolgreich abgeschlossene Hochschulbildung verfügt und einen Bachelor, einen Master-Abschluss oder ein Diplom hat.

In der ersten Bewerbungsphase werden die Abschlüsse sowie die damit verbundenen Studien-​ und Prüfungsleistungen individuell geprüft. Wichtigste Frage dabei: leitet sich aus dem abgeschlossenem Studium mindestens ein Schulfach ab. Deshalb wird genau nachgeschaut, ob alle fachlichen Kenntnisse für die wesentlichen Inhalte des Unterrichtsfaches erworben wurden. Passen die Kenntnisse, werden die Kandidaten zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen, um die Eignung festzustellen. Ist auch diese Hürde gemeistert, erfahren die Bewerber für welche Schulfächer und Schulformen ihre Qualifikation ausreichen. Anschließend können sie sich dann im Rahmen einer Stellenausschreibung als unbefristete Lehrkraft oder befristete Vertretungslehrkraft bewerben.

Bevor es nach einer erfolgreichen Bewerbung dann aber mit dem Schuldienst losgeht, absolvieren die Seiteneinsteiger noch einen 4-wöchigen Einführungskurs. In Sachsen-Anhalt bietet das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA) zudem zahlreiche Qualifizierungsangebote, um sie besser auf die bevorstehenden Aufgaben zu rüsten. Natürlich helfen auch die Kollegen vor Ort bei der Einarbeitung, um möglichst schnell in den Schulalltag integriert zu werden.