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Roboter erfolgreich getestet

Wasserrettung Halle beteiligt
Montag, 28. Dezember 2020

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Wasserrettungsroboter bei der Aufnahme der „Person“ unter Wasser

Der Wasserrettungsroboter hat seinen Funktionstest bestanden und ist zum Patent angemeldet. Die innovative Entwicklung des Fraunhofer Instituts IOSB-AST (Ilmenau) und der Wasserrettung Halle wird von der Bundesregierung  im Rahmen der "Kohleausstiegsförderung" (Unternehmen Revier) gefördert und wurde jetzt im Hufeisensee praktisch erprobt. 

Mit der praktischen Erprobung des Wasserrettungsroboters und der Patenteinreichung hat das Projekt zwei wichtige Hürden genommen. „Noch sieht der Roboter zwar aus wie ein Auto ohne Karosserie“, sagt Sven Thomas von der Wasserrettung Halle, „doch die Technik funktioniert“. Der Roboter habe sein Ziel durch optische und akustische Sensoren geleitet angesteuert, die „ertrunkene Person“ aufgenommen und sicher an die Oberfläche gebracht – und das in nur einer Minute. „Wir haben gezeigt, dass der Roboter unter realitätsnahen Bedingungen Ertrinkende rechtzeitig erreichen und retten kann“.

Der innovative Roboter wurde am Fraunhofer Institutsteil IOSB-AST (Ilmenau) in der Gruppe „Maritime Systeme“ entwickelt. Das Institut erforscht seit vielen Jahren submaritime Technologien. „Eine echte Herausforderung war die Konstruktion der Auftriebs- und Stabilisierungssysteme. Schließlich soll die gerettete Person schnell und sicher transportiert werden“, so Renkewitz, Leiter der Gruppe am IOSB-AST.  Das würde dank der Sonarnavigation selbst dann funktionieren, wenn die Sichtverhältnisse unter Wasser extrem schlecht sind.

Bis zur Serienreife des Wasserrettungsroboters wird dennoch einige Zeit vergehen. Etwa ein Jahr Entwicklungsarbeit ist noch erforderlich, um den Prototypen fertigzustellen. Große Unterstützung hat das Technologieprojekt bislang vom Saalekreis und vom Burgenlandkreis erfahren. „Wir werden unseren bisherigen und sicher auch neue Partner fragen, ob sie den Weg mit uns weiter gehen mögen“, kündigt Sven Thomas an, der auf die wirtschaftlich günstigen Perspektiven für ein solches Produkt verweist. Er ist davon überzeugt, dass in zehn Jahren in jeder Schwimmhalle ein autonomer Wasserretter für Sicherheit sorgen kann.