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Relegation: Holstein Kiel gegen den VfL Wolfsburg

Knapper Vorsprung gegen gefährliche Kieler
Sonntag, 20. Mai 2018

3:1 hat der VfL Wolfsburg im ersten Relegationsspiel zwischen erster und zweiter Bundesliga gegen Holstein Kiel gewonnen – die Entscheidung fällt aber erst heute Abend im Rückspiel in Kiel. „Wir haben nur einen Etappensieg eingefahren – aber nicht mehr“, bleibt VfL Trainer Bruno Labbadia vorsichtig – und er hat auch guten Grund dazu. Denn – Holstein Kiel war in Wolfsburg ab der 70sten Minute drückend überlegen und hätte mindestens noch das 3:2 machen können – aber die sonst so treffsicheren „Störche“ trafen nicht. Und: Schiedsrichter Deniz Aytekin pfiff einen klaren Elfmeter kurz vor Spielende nicht. „Ich haben den Czichos schon umgesäbelt von hinten, der hatte gar keine Chance noch an den Ball zu kommen“, gibt Maximilian Arnold nach dem Spiel ehrlich zu. „Da haben wir noch einmal Glück gehabt.“

Klar, das 3:1, klingt deutlich – heißt aber auch, würde Holstein Kiel im heimischen Stadion 2:0 gewinnen, wäre das Team von Markus Anfang aufgestiegen und der VfL abgestiegen. „Wir müssen eben 90 Minuten so spielen, wie am Anfang in Wolfsburg – in erster Linie müssen wir versuchen, kein Tor zuzulassen. Dann bleiben wir auch in der ersten Liga“, sagt Robin Knoche. Aber genau das wir nicht einfach werden, den die Kieler sind die Torschützenkönige der zweiten Liga, haben fast doppelt so viel Tore in der Saison geschossen, als der VfL. Die starke Schlussphase macht Kiels Trainer Markus Anfang Mut: „Wir werden weiter unseren Fussball spielen und nichts ändern – die Jungs sollen die Bälle nicht einfach rausbolzen, sondern aus der Tiefe heraus die Torchancen erarbeiten. Wir haben schon bewiesen, dass wir das auch gegen einen Bundesligisten können – und mit diesem Fussball sind wir ja bis hierher gekommen. Daran glauben wir bis zum Schluss.“ Klingt nicht nach aufgeben.

Das werden die Wölfe auch nicht. „Noch dieses Spiel überstehen und dann hake ich diese Schei...Saison ganz schnell ab“, sagt Maximilian Arnold. Natürlich bleibt auch Labbadia optimistisch: „Wir wissen, dass wir auch in Kiel ein Tor machen können – und – wir wissen auch, was uns da erwartet.“ Anpfiff ist Montag um 20.30 Uhr.

Stimmen der Trainer und Kapitän Maximilian Arnold

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