Pfiffige Tipps für Obst & Gemüse

Wie macht Ihr Gemüse oder Obst haltbar?
Mittwoch, 10. August 2016

Einwecken, Einlegen, Einmachen

EINWECKEN

Einwecken erfordert etwas Geduld und Genauigkeit. Sowohl die speziellen Einweckgläser sowie die Gummiringe und Deckel müssen sorgsam gereinigt werden. Nachdem das Einweckgut in die Gläser gegeben ist, werden diese mit speziellen Metallklammern verschlossen und in einen Topf gestellt. Nun wird so viel Wasser hineingegeben, bis es die Höhe des Einmachguts erreicht hat. Das Wasser darf nur langsam erhitzt werden. Je nachdem, wie weich das Einweckgut ist, dauert das Einkochen zwischen 10 und 120 Minuten. Danach dürfen die Gläser wiederum nur sehr langsam abkühlen. Man lässt sie noch zehn Minuten im Kochwasser stehen, danach nimmt man sie heraus und bedeckt sie mit einem Küchenhandtuch.

Konfitüre in Einmachgläsern

 

Statt auf dem Herd kann man auch im Backofen einkochen. Zum Einkochen im Backofen die Fettpfanne mit Wasser füllen, auf die unterste Schiene schieben und die Einweckgläser, wie oben beschrieben vorbereitet, hineinstellen. Obst bei 150 bis 160 Grad einkochen, Gemüse bei 190 bis 200 Grad. Die Gläser danach noch 30 Minuten im Ofen stehen lassen und anschließend zugedeckt abkühlen lassen.

 

EINLEGEN IN ESSIG

Getrocknetes Obst und Gemüse kann man übrigens auch einlegen. Im Endeffekt kann man jedes Gemüse sauer in Essig einlegen. Das ist im Kühlschrank dann ungefähr zwei Wochen haltbar. Ihr wollt, dass es noch länger hält? Dann einfach Salz und Zucker zum Essig geben und das Ganze einkochen. Für 1kg Gemüse, z.B. Bohnen, Möhren oder Paprika, braucht ihr einen halben Liter 5-prozentigen Essig und einen viertel Liter Wasser mit Kräutern und Gewürzen. Maximal 80 Gramm Zucker zum Süßen verwenden und darin das Gemüse gar kochen. Das Gemüse anschließend in Gläser füllen, den Sud noch einmal aufkochen und dann drüber gießen. Vier bis sechs Wochen sollte man alles schön durchziehen lassen.

Kleine Info am Rande: Am besten nur Küchenequipment aus Edelstahl verwenden. Das ist das einzige Metall, das von dem Essig nicht angegriffen wird.

 

EINLEGEN IN ÖL

Gemüse und Fisch bleiben bis zu vier Monate in Öl haltbar. Am besten werden die Lebensmittel erst gekocht oder gebraten und dann ganz mit Öl bedeckt. Bei größeren Mengen wird geschichtet! Erst eine Schicht Gemüse oder Fisch, dann Öl, und so weiter. Aufgepasst: Es dürfen keine Luftblasen dabei entstehen! Die verderben den Geschmack. Auch hier die Gläser fest verschließen und kühl und dunkel lagern.

 

EINLEGEN IN ALKOHOL

Auch Alkohol ist ein optimales Konservierungsmittel, denn er hemmt das Wachstum von Bakterien. Am bekanntesten ist bei allen wohl der Rumtopf. Da werden einfach die verschiedensten Früchte, das können Kirschen, Beeren, Pflaumen und andere sein, eingezuckert und in Alkohol geschichtet. Nehmt auf jeden Fall hochprozentigen Alkohol, damit die Früchte nicht anfangen, zu gären. Nach 6 Wochen ist der Rumtopf durchgezogen und ca. ein Jahr lang haltbar. Zum Einlegen eignen sich hier am besten Steinguttöpfe.

 

Dörren

Wenn ihr zu viel Obst und Gemüse habt, und das zu allem Überfluss auch noch überreif ist, dörrt es! Einfach alles bei 50-70 Grad in den Backofen packen und diesen nicht ganz zu machen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Dann wird dem Obst und Gemüse das Wasser entzogen.

Dörren kann man im Ganzen, wie bei Pflaumen und Aprikosen, oder man schneidet in Scheiben, wie zum Beispiel Äpfel und Birnen. Apfelringe brauchen ungefähr sieben Stunden bis sie trocken sind. Trockenfrüchte kann man knabbern oder zum Kochen und Backen verwenden. Aber Achtung: Bis genügend Wasser verdunstet ist, können 24 Stunden vergehen. Also an Energie spart ihr beim Dörren auf keinen Fall. Die Nahrungsmittel sind, in fest verschlossenen Gläsern, mehrere Jahre haltbar. Es gibt mittlerweile übrigens auch energiesparende Dörrautomaten.

 

EINMIETEN

Das bedeutet, ihr grabt die Nahrungsmittel in der Erde ein. Eine Waschmaschinenschüssel ist dazu besonders gut geeignet. Legt alles, was ihr einmieten möchtet, in die Trommel und ab damit unter die Erde. Ihr könnt natürlich auch den zur Belüftung durchlöcherten Plastikeimer mit Deckel nehmen, der in der Erde verschwindet und mit Stroh geschützt wird. Beide Varianten schützen übrigens auch vor Mäusen, denn durch Stahl und Plastik nagt sich so schnell kein Mitesser durch! Gemüse, wie Möhren, Kartoffeln, Rüben, Kohl, Knollensellerie usw.,  und einige Sorten Äpfel sind besonders geeignet für die Miete. Einige vertragen Frost und bekommen dadurch sogar teilweise erst ihren guten Geschmack.

 

Das Obst, das ihr nicht selber verarbeiten möchtet, könnt ihr natürlich auch zu stationären und oder mobilen Mostereien bringen.

 

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