Paketdienste in LSA vom Zoll kontrolliert

Polizei und Zoll sind in Sachsen-Anhalt zu großangelegten Kontrollen bei Kurier- und Paketdiensten ausgerückt. Dabei ging es um die Einhaltung des Mindestlohns sowie Schwarzarbeit und Scheinselbstständigkeit, wie beide Behörden am Freitagnachmittag in Magdeburg mitteilten. Allein in der Börde seien 120 Beschäftigte und 50 Zustellfahrzeuge kontrolliert worden. Dabei wurden unter demnach anderem fünf Mitarbeiter angetroffen, die in Deutschland keine Arbeitserlaubnis haben. Zudem entdeckte die Polizei zwei Männer, gegen die ein Haftbefehl vorlag. Beide konnten laut Mitteilung ihre Geldstrafen begleichen und der Haft entgehen. Einige Sachsen-Anhalter mussten laut Zoll am Freitag jedoch vergeblich auf ihr Paket warten. «Denn so schnell wird es für die fünf Schwarzfahrer keinen Ersatz geben», sagte die Sprecherin mit Blick auf die erwischten illegal Beschäftigten. Der Zoll macht immer wieder großangelegte Schwerpunktkontrollen gegen Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße. Zuletzt hatten die Beamten etwa im September vorigen Jahres Betriebe in der Gastronomie, Speditionen und Logistiker sowie die Baubranche genauer unter die Lupe genommen.
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