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Michael Oenning zu Gast bei radio SAW

Trainer vom 1. FCM im Funkhaus
Mittwoch, 6. Februar 2019

1. FC Magdeburg sammelt Erfolgserlebnisse 

Sechs Punkte in zwei Spielen, dazu zweimal zu Null gespielt: Dem 1. FC Magdeburg ist der Auftakt ins Jahr 2019 gelungen. Mit nunmehr 17 Zählern hat der FCM die Abstiegszone verlassen und kann sogar hoffen, den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herzustellen.

Zwei Siege zu Hause

Zweitliga-Neuling 1. FC Magdeburg hat mit den zwei 1:0-Siegen zu Hause gegen den FC Erzgebirge Aue und in Ingolstadt Historisches geschafft. Erstmals gewannen die Elbestädter zwei Partien in der 2. Fußball-Bundesliga hintereinander. Dabei war allen Beteiligten aber durchaus klar, dass nicht immer gut aussah, was der Aufsteiger auf's Spielfeld brachte. «Verdient war es sicher nicht. Aber wir werden uns nicht entschuldigen. Wir haben eben unsere Chance genutzt», sagte FCM-Trainer Michael Oenning nach dem Erfolg beim Tabellenletzten aus Ingolstadt. Entschuldigungen sind auch nicht nötig, im Abstiegskampf muss jedes Team sehen, wo es bleibt.

Magdeburg hat unter Oenning eine interessante Entwicklung genommen. Hatte der Coach vor der Winterpause noch betont, dass eine offensive Einstellung alternativlos ist, tritt die Mannschaft nach der Winterpause deutlich defensiver auf. Oenning hat die Elbestädter auf eine Viererkette umgestellt, die mit Dennis Erdmann und Tobias Müller im Zentrum in beiden bisher absolvierten Partien ordentlich gearbeitet hat. Hinzu kommt dahinter der georgische Nationaltorhüter Giorgi Loria, der auch in hektischeren Situationen die Übersicht bewahrt.

Der Schlüssel zum Erfolg

Das entscheidende Puzzleteil aber ist Jan Kirchhoff, sicherlich der Königstransfer der Magdeburger. Gegen Aue und auch in Ingolstadt war es seine Präsenz im Mittelfeld, die dem 4-3-3-System seine Stabilität verlieh. Besonders deutlich wurde das in Ingolstadt, als Kirchhoff zur Pause ausgewechselt werden musste. Danach hatte der FCM lange Schwierigkeiten mit den intensiv anlaufenden Ingolstädtern, konnte sich kaum befreien. Die Zweikampfführung und die präzisen Pässe des 28-Jährigen fehlten einfach, um das Spiel zumindest phasenweise beruhigen zu können.

Da ist es gut, dass es sich bei der Auswechslung um eine Vorsichtsmaßnahme handelt. «Er musste einen langen Schritt machen und hat einen Ruck in der Leiste gespürt. Er hätte weiterspielen können, aber ich wollte da kein Risiko eingehen», erklärte Oenning. Gegen Holstein Kiel am kommenden Sonntag wollen und müssen die Elbestädter wieder genauso erfolgreich sein. Und da wird wohl auch Kirchhoff wieder auflaufen können. «Die Chancen stehen gut, dass er bis zum Spiel gegen Kiel wieder fit wird», sagte Oenning.

Ein Schlüssel für den jetzigen Erfolg ist auch, dass der FCM defensiv kompakter steht und so Schüsse aufs Tor verhindert. Aue und Ingolstadt produzierten zusammen nur vier Schüsse aufs FCM-Gehäuse, alle anderen Abschlüsse flogen teils weit vorbei. Magdeburg brachte in beiden Partien dagegen immerhin acht Bälle auf den gegnerischen Kasten.

 

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