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Manipulationsverdacht gegen Petersen

Germania Halberstadt äußert sich
Mittwoch, 5. Dezember 2018

Im Fall des Manipulationsverdachtes hat sich jetzt auch Fußballregionalligist Germania Halberstadt geäußert. In einer Mitteilung vom Mittwoch, 5. Dezember, heißt es, der Verein distanziert sich von den Vorwürfen seitens des SV Babelsberg gegen Germanias Sportdirektor Andreas Petersen.

"Wir zeichnen uns dadurch aus, mit Gegnern in hohem Maße partnerschaftlich umzugehen", erklärt Präsident Erik Hartmann, "wie im Rechtstaat gilt die Unschuldsvermutung, sein Verein will sich nicht an Spekulationen beteiligen sondern wartet ab, was die Ermittlungen des Nordostdeutschen Fußballverbandes ergeben.

Am vergangenen Freitag hatte Babelsbergs Trainer nach dem 3:1 Sieg seiner Mannschaft behauptet, Petersen hätte zwei Spielern Geld geboten, damit sie sich auf dem Platz zurückhalten und 'die Füße hochnehmen'.

 

Wortlaut der Erklärung

Der VfB Germania Halberstadt e.V. distanziert sich hiermit in aller Deutlichkeit von den durch Verantwortliche des SV Babelsberg 03 kürzlich erhobenen und aktuell medial in Umlauf befindlichen Vorwürfen – insbesondere gegen den Sportlichen Leiter der Regionalligamannschaft des VfB, Andreas Petersen.
 
Die verbreiteten Darstellungen stehen dabei nicht nur dem bereits vor mehreren Monaten eingeschlagenen Vereinsweg mit Neuausrichtung, Umstellung auf Halb-Profitum sowie dem Nichtabstieg als sportliche Zielsetzung entgegen. Sie widersprechen auch allen Werten und Grundsätzen, für die der VfB in seinem Kerngedanken steht: nämlich Fairness in all seinen Ausprägungen.
 
„Wir sind ein offener Verein, für den Sportarten übergreifend, im Verhältnis zu anderen Vereinen, in der Zusammenarbeit mit Partnern, Sponsoren und  weiteren Unterstützern, zu Fans und Mitarbeitern Miteinander und Zusammenhalt Eckpfeiler unserer Wertebasis sind“, erklärt Erik Hartmann, Präsident VfB Germania Halberstadt e.V.
 
Auf dieser Grundlage richtet der Verein beispielsweise am kommenden Wochenende, im Rahmen des letzten Heimspiels in diesem Jahr, erstmalig einen „Inklusionstag“ für benachteiligte, hilfebedürftige und behinderte Menschen aus. Mit diesem Verständnis pflegt der VfB Germania aber auch aktiv bereits mehrjährige Fanfreundschaften und lädt u.a. Gästeanhänger zu Spielen ins heimische Friedensstadion ein.
 
Lexikalisch betrachtet, umschreibt der Begriff „Fair Play“ ein „bestimmtes sportliches Verhalten, das über die bloße Einhaltung von Regeln hinausgeht. Es beschreibt eine Haltung des Sportlers, und zwar die Achtung des bzw. den Respekt vor dem sportlichen Gegner sowie die Wahrung seiner physischen und psychischen Unversehrtheit. Der sportliche Gegner wird als Partner gesehen oder zumindest als Gegner, dessen Würde es zu achten gilt, selbst im härtesten Kampf.“
 
„Unser VfB steht nicht nur für die Anerkennung und Einhaltung von Wettkampfregeln. Wir zeichnen uns dadurch aus, mit Gegnern in hohem Maße partnerschaftlich umzugehen, unsere Motivation nicht auf einen ‚Gewinn um jeden Preis‘ auszurichten und stets die Haltung zu bewahren – im Sieg und in der Niederlage. Damit leben wir den Fairness-Gedanken. Bedauerlicherweise erfährt die bisherige positive sportliche Entwicklung unter unserem neuen Trainer Max Dentz und die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Andreas Petersen mit der Art und Weise der momentanen Geschehnisse eben nicht dieses Fair Play“, ergänzt Erik Hartmann.
 
Beim VfB Germania Halberstadt e.V. gilt - wie im Rechtsstaat auch - die Unschuldsvermutung. Deshalb beteiligt sich der Verein nicht an etwaigen, vorgebrachten Spekulationen, sondern vertraut auf die sachlich fundierte Aufklärung durch den Nordostdeutschen Fußballverband e.V. (NOFV).

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