Magdeburg bekommt Hans-Dietrich-Genscher-Straße

Die Stadt Magdeburg bekommt voraussichtlich eine Hans-Dietrich-Genscher-Straße. Das hat der Stadtrat am Donnerstag, den 26.1., beschlossen.

Im nächsten Schritt schlägt die AG Straßennamen vor, welcher Ort nach dem verstorbenen Bundesaußenminister benannt wird. In Genschers Heimatstadt Halle gibt es den gleichen Plan bereits seit Monaten. Eine Entscheidung steht hier jedoch noch aus.

Der FDP-Politiker starb in der Nacht zum Freitag, den 1.4.2016, in seinem Haus in Wachtberg-Pech im Kreise seiner Familie im Alter von 89 Jahren an Herz-Kreislauf-Versagen. Genscher wurde 1927 in Reideburg geboren, das seit 1950 zu Halle gehört.

Genscher war - von 1974 bis 1992 - 18 Jahre lang Außenminister und in dieser Funktion maßgeblich an den Verhandlungen zur deutschen Einheit beteiligt. In Deutschland gehörte er zu den beliebtesten Spitzenpolitikern und zu den prägenden Persönlichkeiten der Liberalen. Von 1974 bis 1985 war er Vorsitzender der FDP.

1992 hatte sich Genscher von seinen Ämtern zurückgezogen. Der Politiker, dessen Markenzeichen ein gelber Pullover war, musste immer wieder mit gesundheitlichen Problemen kämpfen. Als Ehrenmitglied der FDP meldete er sich jedoch weiterhin regelmäßig zu aktuellen politischen Geschehnissen.

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