Äpfel am Baum

Äpfel am Baum

Leckere Apfelzeit im SAW-Land

Entdeckt wissenswertes und das Rezept zu "Muckefuck-Nadines Apfelküchlein"
Mittwoch, 19. August 2015

Es ist wieder Erntezeit im SAW-Land! Und nicht nur auf den Feldern fahren die Bauern die Ernte ein, sondern auch auf den vielen Obstplantagen im SAW-Land. Der Apfel gehört dabei zum Lieblingsobst der Deutschen. 17 KIlo isst ein Erwachsener im Schnitt pro Jahr. Allein hierzulande kennen wir 2000 verschiedene Apfelsorten. Über 30.000 verschiedene Sorten gibt es weltweit.  

Hier sind noch mehr spannende Fakten zum süß-sauen Obst:

  • Der Apfel kommt ursprünglich aus dem Gebiet des heutigen Kasachstans. Dort wuchs er wild, wurde dann aber speziell gezüchtet. Das war schon vor 30.000 Jahren. 100 v. Chr. kam der Apfel dann durch die Römer nach Mitteleuropa.
  • Der Apfelkuchen ist der beliebteste  Obstkuchen der Deutschen. Überlieferungen zufolge stammt das älteste Rezept für Apfelkuchen aus dem Jahr 1382.
  • Äpfel reinigen die Zähne, vielmehr die Säure im Apfel. Die entfernt Bakterien und die festen Apfelsorten sorgen dafür, dass der Belag beim Kauen von den Zähnen gerubbelt wird.
  • "Äpfel sind böse" sagten die Menschen früher. "Malum" ist die lateinische Bezeichung, die sich auch mit böse oder schlecht übersetzen lässt. Das kommt daher, dass der Apfel in der Bibel ein Sündenstifter war (Ada & Eva). 
  • Der Apfel verströmt das Gas Ethylen, das dafür sorgt, dass anders Obst und Gemüse in der Nähe schneller verdirbt. Deswegen sollten Äpfel immer separat gelagert werden.
  • In einem Apfel stecken über 30 Vitamine und viele andere wichtige Mineralstoffe. Bis zu 70% davon stecken unter der Schale. Der Spruch 'An apple a day keeps the doctor away' stimmt also durchaus!
  • Ein Apfel (125 Gramm) hat gerade einmal 65 Kalorien, bietet aber so viele Nährstoffe, dass schon ein bis zwei Äpfel satt machen. Die perfekte Unterstützung einer Diät oder auch für den Hunger zwischendurch.

Frische Äpfel erkennen

Erstklassige Äpfel haben eine glänzende Schale mit der eigenen Wachs-Schutzschicht, sind prall und haben keine Risse oder Druckstellen. Findet ihr Früchte mit Schäden, dann guckt genau hin, denn in diesen Schadstellen bildet sich schnell Schimmel. Bei frischer Ware aus dem Supermakrt, vom Hofladen oder sogar aus dem Garten ist das aber meist kein Problem. Achtet darauf, dass der Stiel noch frisch ist. Ist er trocken, dann ist der Apfel alt.

Außerdem gut: Ein Blick in die so genannte Kelchgrube. Das ist die Unterseite des Apfels, also da, wo der schwarze Blütenansatz ist. Wenn sie tief ist und ausgeprägte Wölbungen hat, dann ist das ein Zeichen dafür, dass der Apfel zur perfekten Zeit geerntet wurde. Ist die Kelchgrube eher flach, dann wurde die Frucht zu früh gepflückt und enthält weniger Vitamine.

Übrigens: Je mehr Farbe ein Apfel hat, desto süßer ist er meistens. Die Färbung entsteht durch die viele Sonne - wir Menschen werden braun, der Apfel rötlich.

Äpfel richtig lagern

Obstbauern raten folgendes: Den Apfel getrennt von anderem Obst lagern. Am besten in einem kühlen Keller (optimal sind 1 bis 2 Grad Celsius, im Gemüsefach des Kühlschranks sind es 12 Grad, das ist auch noch ok). Passt auf, dass die Frucht keine Druckstellen bekommt, sonst schimmelt sie. Wichtig: Nach der Ernte sollten die Äpfel schnellstmöglich optimal gelagert werden. Ein Tag ohne die richtige Lagerung bedeutet eine Woche weniger Lagerzeit. 

Frühe Sorten, wie etwa Grafensteiner, Almene oder Delbare eignen sich nicht zur Lagerung. Die solltet ihr schnellstmöglich verarbeiten. Boskoop, Gala und Co. lassen sich auch gut bis März lagern. Jonagold, Elstar und andere Sorten, die Spätsorten, lassen sich ohne große Probleme länger lagern. Sie bleiben lange frisch und knackig. 

Das Rezept zu "Muckefuck-Nadines leckeren Apfelküchlein"

Zutaten für den Teig: 150g Mehl, 1 TL Backpulver, 1 EL feiner Zucker, 25g Butter in kleinen Stücken, 50ml Milch, 1/2 TL Salz

Zutaten für die Füllung: 3 Äpfel (geschält, entkernt, in Scheiben), 300ml Wasser, 150g Creme double (fein geschlagen) 100g feiner Zucker, 1 EL Zitronensaft, 1 TL gemahlener Zucker

Mehl, Butter, Zucker, Salz und Backpulver miteinander vermischen und per Hand kneten. Dann die Milch dazu geben und so lang vermengen, bis ein glatter Teig entsteht. Den rollt ihr mit einem Nudelholz auf 1cm Dicke aus und stecht dann mit einer Tasse oder Form 4 gleich große Kreise aus, die bei 220 Grad für ca. 15 Minunten  in den Backofen geschoben werden. 

Für die Apfelfüllung  Apfelscheiben mit Zitronensaft, Zimt und Zucker in einem Topf mit Wasser aufkochen bis die Äpfel für euch weich genug sind. Abkühlen lassen und dann die Teigplätzchen aufschneiden, auf die untere Hälfte die Apfelfüllung streichen, auf die obere Creme Double, beide Hälften vorsichtig zusammenklappen und bei Bedarf noch etwas Puderzucker drüber streuen.

Hier noch ein Rezept unserer Hörerin Manuela aus Blösien:

Zutaten: 200g Butter, 200g Zucker, 200g Mehl, 4 Eier, 1/2 Päckchen Backpulver, Zimt, geriebene Mandeln, 1Pkt. Vanillezucker und eine Zitrone, Äpfel in Menge und Sorte nach eurem Geschmack 

Den Teig mit Eiern, Butter, Zucker, Mehl und Backpulver zusammenrühren. Dann in einer Springform auf dem Boden verteilen. In Scheiben geschnittene Äpfel auf dem Teig verteilen. Dann in einer Schüssel gewürfelte Apfelstücke mit Zimt, Zitrone, etwas Vanilezucker und Mandeln vermengen und auf den geschnittenen Äpfeln in der Form verteilen. Das Ganze bei Umluft 180° etwa 45 Minuten lang backen.