Kinder erleben das Magdeburger Recht

Seit 5 Jahren organisiert der Verein offene Türen in Magdeburg Projekte für die Grundschulkinder der Stadt. 1.500 Kinder haben hier seit dem alles über die Geschichte des Magdeburger Rechts und über faire und gewaltfreie Konfliktlösungen gelernt.  Denn in Europa haben vor 800 Jahren mehr als 1.000 Städte nach Magdeburg geschaut haben, wenn es um faire Gerichtssprüche ging. Wie soll es mit dem Projekt weiter gehen?

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Das Projekt ist inzwischen nicht nur bei den Grundschulen beliebt, sondern auch bei den Magdeburger Stadträten. Denn das Projekt endet jedes Mal mit einem Besuch im Rathaus, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihre Wünsche und Sorgen zur Stadt loswerden – erzählt der Stellvertretende Stadtratsvorsitzende Norman Belas:

„Das ist immer wieder eines der Highlights für uns Stadträte – das merkt man auch daran, dass alle Fraktionen unbedingt einen Vertreter schicken wollen. Also man merkt schon, dass der Kontakt mit Kindern den Stadträten der Stadt viel Spaß macht.“

Auch wenn die Fragen manchmal ungemütlich werden können

„Das ist schon klasse, dass die ganz genau wissen, was hier läuft und was nicht. Da sind sie schon ganz schön weit.“

Eva Wybrands, die Initiatorin des Projekts – will es künftig über die Stadt- und Landesgrenzen hinweg ausweiten

„Wir schauen jetzt voraus und hoffen, ein freundschaftliches Band in Städte des Magdeburger Rechts zu knüpfen – mit Schulen. Und dann würde es ein großes Netzwerk geben – sehr außergewöhnlich. Ich denke, dass das höchst interessant wäre.“

Städte des Magdeburger Rechts waren zum Beispiel Leipzig und Dresden, aber auch Kiew, Prag oder Warschau. Wichtig für die Zukunft – der Verein braucht Nachwuchs

„Wir suchen verschiedene Typen von Menschen. Natürlich braucht es Spaß an der Arbeit mit Kindern. Wir brauchen zum Beispiel Leute, die Lust haben, die Kostüme mit zunähen oder mit in die Klassen zu kommen.“

Außerdem sollte natürlich die Lust auf das Vereinsleben vorhanden sein.

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