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Jerichower Land investiert in Desinfektionsschleuse

Der Kreis will damit Tierseuchen effektiver bekämpfen
Donnerstag, 13. Juni 2019

Eine Desinfektionschleuse hat sich das Jerichower Land angeschafft. Die sieht aus wie eine mobile Waschanlage im Freien – eine orangene Wanne, davor ein Desinfektionssprühbogen und Schaumlanzen sowie ein Schaumaggregat mit Kompressor. Damit reinigen u.a. Einsatzkräfte des Brand- und Katastrophenschutzes und der Umweltfeuerwehr Fahrzeuge, die zuvor tote Tiere transportiert haben. Mit dem Desinfektionstor im Wert von 27.000 Euro will der Kreis noch effektiver verhindern, dass sich Tierseuchenerreger wie z.B. die Geflügel- oder die Afrikanische Schweinepest ausbreiten, hieß es am Mittwoch, den 12. Juni 2019.

Es fungiert als Durchfahrtsschleuse aus Seuchengebieten und kann von den Einsatzkräften in kurzer Zeit ortsunabhängig in Betrieb genommen werden. Ende Mai fand im Feuertechnischen Zentrum Burg eine erste Übung mit den neuen Gerätschaften statt. Gemeinsame mit dem Fachdienst ABC (Umweltfeuerwehr, Zug 3 Dekontamination), dem Brand-, Katastrophenschutz und dem Rettungswesen übten die MitarbeiterInnen des Amtes für Verbraucherschutz die Dekontamination von Fahrzeugen bei einem Tierseuchenszenario.

Bereits im Rahmen der Tierseuchenkrise 2016/2017 bekämpfte das Jerichower Land nach eigenen Angaben durch die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte das Virus der Geflügelpest erfolgreich.

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