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Infizierte sterben in Halle und Jessen

Zweites Pflegeheim getestet
Montag, 30. März 2020

 Nach dem Tod von zwei mit dem Coronavirus infizierten Pflegeheimbewohnern in Halle und Jessen richtet sich die Aufmerksamkeit weiter auf die Einrichtungen. Die Stadt Halle hatte am Sonntag mitgeteilt, dass in einem Altenpflegeheim 13 Bewohner positiv getestet worden waren, ein Bewohner starb. Die Tests bei den 152 Bewohnern waren durchgeführt worden, nachdem bei einer Pflegerin das Coronavirus nachgewiesen wurde. Die 24 Bewohner eines zweiten Pflegeheimes in der Saalestadt wurden am Sonntag ebenfalls untersucht, nachdem auch dort bei einer Pflegerin Sars-CoV-2 nachgewiesen wurde. Die Ergebnisse könnten am Montag vorliegen.

Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) informiert täglich während einer Pressekonferenz über den Stand. Am Sonntag hatte er gesagt, die Bewohner des größeren Pflegeheimes hätten keine Symptome gezeigt. Der Gebäudeteil, in dem die infizierte Pflegerin gearbeitet habe, sei unter Quarantäne gestellt worden. 55 Bewohnerinnen und Bewohner seien davon betroffen. Auch für das Pflegeheim mit 24 Bewohnern gelte eine Quarantäne. Das Personal arbeite nun mit Schutzausrüstung.

Vorsorglich alle Menschen in den Pflegeheimen auf eine Corona-Infektion zu untersuchen hält Halles Amtsärztin Christine Gröger nicht für möglich. Bei 3300 Bewohnern übersteige das die Laborkapazitäten. Gröger und Wiegand appellierten an alle, die Corona-Regeln samt Ausgangsbeschränkungen und Abstandsgebot einzuhalten.

Unterdessen war am Sonntag in einem Pflegeheim in Jessen (Elster) die Zahl der infizierten Bewohner von 11 auf 19 gestiegen, auch sieben Mitarbeiter waren erkrankt, wie der Landkreis Wittenberg mitteilte. Ein 76 Jahre Bewohner war mit multiplen schweren Vorerkrankungen im Krankenhaus gestorben. Das Jessener Pflegeheim hat insgesamt rund 100 Bewohner. Landesweit waren nach Angaben des Sozialministeriums bis Sonntagmittag 635 Corona-Infektionen nachgewiesen.

In einem Altenpflegeheim in Halle sind 13 Bewohner positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, ein Bewohner ist am Sonntag gestorben. Die Bewohner hätten keine Symptome gehabt und seien getestet worden, weil am Samstag bei einer Pflegerin das Virus nachgewiesen worden sei, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Sonntag mit. In der Diakonie-Einrichtung seien derzeit 152 Bewohner untergebracht. Der Gebäudeteil mit 55 Bewohnern, in dem die infizierte Pflegerin im Einsatz war, sei unter Quarantäne gestellt worden. Das Personal arbeite nun mit Schutzausrüstung.

 

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