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Hallervorden eröffnet neues Theater in Dessau

Nutzungsvertrag für die Marienkirche ist unterschrieben
Montag, 11. April 2022

Der Schauspieler und Komiker Dieter Hallervorden eröffnet am 4. September 2022 sein Mitteldeutsches Theater in der Dessauer Marienkirche. Dafür haben Hallervordens Geburtsstadt Dessau-Roßlau und er selbst den Vertrag am Montag, 11. April unterzeichnet. Zugleich gab Hallervorden den Start des Ticketvorverkaufs bekannt. 

Zum Grund seiner Rückkehr nach Dessau sagte Hallervorden "Es ist meine Geburtstadt. Hier bin ich zum ersten Mal mit Theater in Berührung gekommen. Und als ich dann irgendwann selbst den Schauspielberuf ergriff dachte ich mir ich will meiner Heimatstadt irgendwie helfen. Noch mehr einen kulturellen Anziehungspunkt schaffen."

Sowohl Hallervorden selbst als auch zahlreiche Künstler werden unter dem Motto "Geist mit Humor" auftreten, etwa der Schriftsteller Sebastian Fitzek, Altbundespräsident Joachim Gauck oder auch der Schauspieler Wolfgang Stumpf "Neben Theater wird es auch Konzerte und Lesungen geben. In diesen Zeiten mit Pandemie und Ukrainekrieg will ich, dass die Leute mal den grauen Alltag vergessen und glücklich und zufrieden nach Hause gehen."

Zuvor lässt Hallervorden aber die Marienkirche noch etwas umbauen "Die Fenster müssen verdunkelt werden, es braucht einen Vorhang, es wird ein neues Ton- und Lichtpult geben." 

Premiere im Mitteldeutschen Theater in der Marienkirche ist am 4. September – einen Tag vor Hallervordens 87. Geburtstag - mit dem Stück "Gottes Lebenslauf".

Hallervorden betreibt bereits in Berlin zwei Bühnen. Er wurde 1935 in Dessau geboren und 2006 zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Die Marienkirche ist seit Jahren ein Veranstaltungszentrum . Der Kultur- und der Wirtschaftsausschuss der Stadt hatte der langfristigen Vermietung der Marienkirche an Hallervorden als Einzelunternehmer für 160 Spieltage zugestimmt.

Theater sei immer ein Risiko, so Hallervorden. Ein Projekt stehe und falle damit, ob es die Leute annehmen. «Denn: Theater ohne Zuschauer ist wie Baden ohne Wasser!», schreibt er im Programmheft. Aus dem Kulturetat der Stadt habe er für sein Theater nichts beantragt. Er mache es freiwillig, sagte Hallervorden mit Blick auf die Finanzierung der Spielstätte ohne eigenes Ensemble. Er liebe Herausforderungen und versprach den Menschen, er werde mit «Mut und Optimismus» an die Sache herangehen. "Die Leute sollen sich wohl fühlen", sagte er über sein Theaterprojekt in der Bauhausstadt.