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Beispielbild: Intensivstation mit Behandlungsbett

Halle: Intensivstationen der Kliniken voll

Aber nur 30 von 300 Betten mit Corona-Patienten belegt
Dienstag, 13. April 2021

Die Intensivstation der Kliniken in Halle sind voll ausgelastet. Das meldete gestern die Hallesche Stadtverwaltung zur täglichen Corona-Lage. 

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass gerade einmal jedes zehnte Intensivbett mit einem Covid-Patienten belegt ist. 270 der 300 Intensivplätze werden aktuell für Menschen gebraucht, die dringend operiert werden müssen, erklärte Jan-Stephan Schweda vom Elisabeth-Krankenhaus gegenüber radio SAW.

Deren OP war wegen des Corona-Alarms mehrfach verschoben werden. Neue, schwere Infektionsfälle aus Halle kommen jetzt in andere  nahegelegene Krankenhäuser, auch in anderen Bundesländern.

Situation für Kliniken «beherrschbar»

Trotz ausgelasteter Intensivbetten in einigen Regionen Sachsen-Anhalts hat die Krankenhausgesellschaft des Landes trotz des beschleunigten Corona-Infektionsgeschehens von einer «beherrschbaren» Situation gesprochen. «Die Lage ist ernst, aber nicht bedrohlich und zudem regional unterschiedlich», teilte eine Sprecherin der Krankenhausgesellschaft auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit.

Neben Halle hatte auch der Burgenlandkreis vor kurzem von voll ausgelasteten Intensivkapazitäten berichtet. Im Land gibt es aktuell 817 Intensivbetten. Zu Wochenbeginn waren laut Lagebericht des Sozialministeriums landesweit 268 Krankenhausbetten für Covid-19-Patienten frei gewesen, 477 waren belegt. «Die Kliniken des Landes seien in den beiden Versorgungsclustern Nord und Süd unter Federführung der beiden Universitätsklinika Magdeburg und Halle gut vernetzt und koordinieren miteinander täglich die stationäre Versorgung von Covid-Patienten», sagte die Sprecherin.

Auch greife im Überlastungsfall das sogenannte Kleeblattverfahren bei dem im Falle von regionaler Überlastung länderübergreifende Verlegungen zwischen den Kliniken organisiert werden. «Unsere Kliniken haben in den letzten Monaten viel gelernt und sind an den Herausforderungen der Pandemie gewachsen.»

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