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Bundesfamilienministerin Franziska Giffey

Franziska Giffey befürchtet Zunahme von häuslicher Gewalt

Freitag, 27. März 2020

Die Einschränkungen in der Corona-Pandemie stellen für viele Familien eine große Belastungsprobe dar. Quengelnde Kinder, die Sorge um den Arbeitsplatz, häusliche Isolation und Existenzängste - das alles kann schon einmal an den Nerven zerren. Stress ist da vorprogrammiert. 

Dazu kommt das ungewohnte und intensive Zusammensein, denn Kinder können nicht in die Kita oder in die Schule, man selber ist womöglich mit seinem Partner im Homeoffice oder in Kurzarbeit. Möglichkeiten, sich aus dem Weg zu gehen, wenn die Stimmung kippt, gibt es nicht viele. Insbesondere bereits angespannte familiäre Situationen können hier leicht überstrapaziert werden.

Bundesfamilienministerin Giffey befürchtet darum, dass die aktuelle Lage in Familien zu einem erhöhten Konfliktpotenzial beitragen könne. "Umso wichtiger ist es, dass auch jetzt die Schutzeinrichtungen weiter aufrecht erhalten werden", so Franziska Giffey.

Frauen und Kinder gelten als besonders gefährdet

Es kommt nicht selten vor, dass der hohe Druck in belastenden Situationen oft an den Kleinsten ausgelassen wird. Frauen hingegen sind auch betroffen. Vor allem, wenn die Partnerschaft sich in einer Krise festgefahren hat. 

Laut der Bundesregierung wird etwa jede vierte Frau mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch den aktuellen oder früheren Partner.

Frauenhäuser bleiben geöffnet

Bundesfamilienministerin Giffey will alles daran setzen, dass Frauenhäuser, sowie Kinder- und Jugendnothilfedienste während der Corona-Krise geöffnet und uneingeschränkt erreichbar bleiben.

Außerdem werden Frauen und Kinder von staatlicher Seite aus keinesfalls aufgehalten, das Haus zu verlassen, um eine solche Beratungsstätte aufzusuchen.

 

Anlaufstellen für Hilfe

Nummer gegen Kummer

  • Montag bis Sonntag 14:00 bis 20:00 Uhr
  • Die Nummer gegen Kummer bietet eine Telefonberatung für Kinder, Jugendliche und Eltern an.
  • Telefon: 116 111

Das Elterntelefon

  • Von Montag bis Freitag 9:00 bis 11:00 Uhr
  • Dienstag und Donnerstag zusätzlich von 17:00 bis 19:00 Uhr
  • Das Elterntelefon gibt Müttern und Vätern anonyme und konkrete Tipps.
  • Telefon: 0800 111 0550 

Hilfetelefon sexueller Missbrauch

  • Montag, Mittwoch und Freitag 9:00 bis 14:00 Uhr
  • Dienstag und Donnerstag 15:00 bis 20:00 Uhr
  • Bundesweit kostenlos und anonym erreichbar 
  • Telefon: 0800 22 55 530
    Online-Bearatungsangebot für Jugendliche: 
    www.save-me-online.de

Hilfstelefon Gewalt gegen Frauen

  • rund um die Uhr, anonym und in 18 Sprachen
  • Auf Wunsch werden Beratungsstellen für Frauenhäuser vermittelt
  • Telefon: 08000 116 016
    online: www.hilfetelefon.de

Hilfstelefon Schwangere in Not

  • vertrauliche, anonyme Erstberatung zu allen Fragen rund um das Thema Schwangerschaft
  • Telefon: 0800 40 40 020

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