Toter Roller an der Angel

Ein Friedhof für E-Roller an der Seine
Donnerstag, 22. August 2019

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guppy begruender paris
2019, Frankreich, Paris: Drei der vier Gründer des Kollektivs "Guppy": Calixte Duval-Arnould (l-r), Sacha Kleynjans und Séverin Seux stehen vor aus der Seine gefischten Fahrrädern und E-Tretrollern.

Am Ufer der Pariser Seine liegt ein Friedhof. Ein Friedhof von E-Rollern und Leihfahrrädern.

Die leuchtenden Farben sind nun verblasst, stattdessen überziehen Schlamm und Algen die Geräte. Die E-Tretroller und Fahrräder fanden ihren Tod im Wasser. Doch sicher nicht freiwillig. Es handelt sich dabei um Totschlag, denn irgendjemand muss sie hineingeworfen haben. Wer, das ist unklar.

 

Studentenkollektiv engagiert sich für Flusssäuberung

Genaue Angaben gibt es nur zu denen, die sie wieder herausgefischt haben. Zu den Freiwilligen, die regelmäßig Müll aus der Seine fischen, gehört „Guppy“. „Guppy“ ist ein Pariser Studentenkollektiv, das nun regelmäßig den Fluss vom Müll befreit. Ihr Ziel: eine nachhaltig saubere Seine. Bei der Angel-Aktion der Gruppe kam bislang ein beachtlicher Teil an Leihfahrrädern und Leih-E-Tretrollern zusammen.

Doch Frankreich ist kein Ausnahmeland, in dem Leihfahrzeuge im Wasser landen. Auch in Deutschland gibt es dieses Phänomen, wenn auch die Ausmaße nicht so groß sind wie in Frankreich. In Amsterdam hingegen, auch bekannt als Fahrradstadt, fischen die Wasserbehörden jährlich rund 12.000 bis 15.000 Räder aus den Grachten, allerdings handelt es sich dabei eher selten um Leihfahrräder.

 

 

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