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Betten

Getrennte Schlafzimmer

Ist ein gemeinsames Bett noch zeitgemäß? Was spricht für oder gegen getrennte Betten?

90% der Deutschen teilen mit ihrem Liebsten das Bett oder würden es mit ihm teilen, wenn sie single sind.

Getrennte Betten - das ist für viele ein sicheres Zeichen, dass es nicht gut um die Beziehung bestellt ist, aber ist das wirklich so?

Was spricht für ein gemeinsames Bett und haben getrennte Betten auch Vorteile?

Für getrennte Betten spricht

  • Ich schlafe, wann ich es will und wie ich es will. Ist das Fenster offen? Welchen Schlafanzug trage ich? Wie liege ich im Bett?
  • Ich kann mich so einrichten, wie es mir passt. Von der Bettwäsche bis hin zum Nachtschrank. Spießig oder verspielt? Ich entscheide!
  • Ich muss keine Rücksicht auf den Schlafrhythmus meines Partners nehmen. Ich werde auch nicht geweckt, wenn er früher aufstehen muss als ich.
  • Ich schlafe störungsfreier. Mein Schlaf ist viel erholsamer und auch gesünder
  • Gemeinsam einschlafen und aufwachen ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Es bleibt für uns etwas Besonderes. Und die spaßige Frage: „Gehen wir zu mir oder zu dir?“
  • Keine Störungen durch Schnarchgeräusche oder einen Partner, der sich gerne hin und her wälzt.

Für ein gemeinsames Bett spricht

  • Weil es das Schönste ist, beieinander zu einzuschlafen und sich geborgen zu fühlen.
  • Man braucht nur ein Schlafzimmer in der Wohnung – man braucht also weniger Platz und auch nur einmal Bettmöbel.
  • Vor allem, wenn wir uns den ganzen Tag kaum sehen, verbringen wir so unsere Zeit gemeinsam.
  • Bei einem schlechten Traum können wir uns direkt trösten und füreinander da sein.
  • Gerade im Winter ist es schön, die Körperwärme des anderen zu spüren.
  • Wir bauen so mehr Vertrauen zueinander auf, wir bauen eine engere Bindung zueinander auf.

Interessante Fakten aus dem Schlafzimmer

In den USA schläft laut einer Umfrage von 2005 eins von vier US-Pärchen in getrennten Betten. Auch Brad Pitt und Angelina Jolie gehörten angeblich dazu – aber gut, die sind ja jetzt auch getrennt. Also nicht nur im Bett.

Eine Studie belegt:

  • Schlafzimmer ist ein Ort der Ruhe und dient in erster Linie dem Schlaf
  • Wer nicht richtig durchschlafen kann, schadet sich selbst
  • Wenn wir nicht richtig schlafen, nimmt unser Lern- und Erinnerungsvermögen ab, der Stoffwechsel verändert sich, wir können an Gewicht zunehmen, fühlen uns am Tage schlapp
  • Schnarchen kann so ein Störfaktor sein – Schnarchen gehört zu den unbeliebtesten Eigenschaften, die man bei seinem Bettnachbar fürchtet
  • Schnarchen stört nicht nur den Schlaf des Schnarchers, sondern meist um ein Vielfaches den des Bettnachbarn, mit dem der Schnarcher das Zimmer teilt.
  • Schlafstörungen auf Dauer machen depressiv, können Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck verursachen und Schlafmangel schädigt zusätzlich das Immunsystem
  • Getrennte Schlafzimmer können also in manchen Fällen dazu beitragen, dass wir uns ausgeschlafener und besser fühlen, wir gesünder leben und auch mit unserem Partner entspannter zusammenleben können

Schlafgewohnheiten aus aller Welt

China

Die Chinesen lieben ihre Pyjamas. Sogar sosehr, dass sie die Nachtbekleidung kurzerhand zweckendfremdet haben und auch tagsüber tragen. Egal, ob beim Einkaufen, beim Spazierengehen im Park oder beim Erledigen der Bankgeschäfte, der Schlafanzug gilt als Statussymbol und ist dank zahlreicher Taschen auch noch besonders praktisch.

Japan

Japan ist aus unserer Sicht, das Land mit den kuriosesten Schlafgewohnheiten. So ist es nicht nur allgemein akzeptiert in der Öffentlichkeit ein Nickerchen zu halten, dies wird auch als Zeichen von Fleiß gedeutet. Kein Wunder, dass die Japaner also jede Gelegenheit nutzen egal, ob auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn, in Pausen oder aber auch während Meetings oder Konferenzen. Die Nächte verbringen sie dann meist auf einem Futon, einer dicken Matte aus Baumwolle, die tagsüber im Schrank verstaut wird. Traditionell wird hierbei vermieden, den Kopf nach Norden zu betten. Diese Position ist den Toten vorbehalten.

Nordamerika

Amerikaner haben eine Vorliebe für Düfte wie Lavendel oder Jasmin beim Schlafen. Dies mag daran liegen, dass in amerikanischen Schlafzimmern durchschnittlich am seltensten gelüftet werden. Vor dem Einschlafen mögen sie es spirituell, so betet oder meditiert ein großer Teil vor dem Einschlafen.

Inuit

Früher schliefen die Inuit in Iglus und bestimmten die Temperatur der Nachtkälte an der Anzahl der Hunde, die sie benötigen, um sich warm zu halten.

Süd- und Mittelamerika

In vielen zentralamerikanischen Ländern, wie Mexiko und Brasilien, wird die Hängematte seit langer Zeit als Schlafplatz verwendet. Um der Mittagshitze zu entgehen, gehört hier eine mittägliche Siesta zum Tagesablauf.

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