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90.000 Euro aus Geldautomat verschwunden?

Geldautomaten sollen besser geschützt werden

Vor Sprengungen
Montag, 28. November 2022

Die Betreiber von Geldautomaten sollen nach dem Willen der Innenministerkonferenz (IMK) künftig zur Sicherung der Geldbestände vor Sprengungen verpflichtet werden. Angesichts sprunghaft angestiegener Fallzahlen soll so nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann auch der Druck auf die international agierenden Tätergruppen erhöht werden. Der CSU-Politiker ist derzeit Vorsitzender der Innenministerkonferenz.

«Die Zahl der Geldautomatensprengungen ist dieses Jahr sprunghaft angestiegen», betonte Herrmann mit Blick auf die in der kommenden Woche in München anstehende IMK-Herbstkonferenz. Deutschlandweit wurden laut Bundesinnenministerium in den Jahren 2020 und 2021 rund 800 Geldautomaten gesprengt. (2020: 414; 2021: 392). Dies seien die höchsten Fallzahlen, die seit dem Beginn der statistischen Erfassung durch das Bundeskriminalamt (BKA) im Jahr 2005 registriert wurden. Die für das erste Halbjahr 2022 vorliegenden vorläufigen Fallzahlen ließen einen neuen Jahreshöchststand erwarten.

Für eine Trendumkehr auch hierzulande sei eine möglichst enge Zusammenarbeit der Ermittler, bundesweit und auch mit unseren europäischen Nachbarn wichtig, so Herrmann. «Daneben wird es vor allem auch um eine verstärkte Prävention gehen. Beispielsweise müssen die Aufstellorte und auch die Automaten selbst besser gesichert werden. Hier sind die Banken und Automatenhersteller in der Verantwortung, es den Kriminellen möglichst schwer zu machen, unter anderem mit technischen Einrichtungen, die die Geldnoten unbrauchbar machen.» Dann lohne sich eine Sprengung nicht mehr für die Täter.