Freiwillige Feuerwehr in Burg

Über 200 Mal im Jahr im Einsatz
Donnerstag, 2. Dezember 2021

Eines der wichtigsten Ehrenämter von allen ist natürlich das, das täglich da ist, um Leben zu  retten. Wir sagen danke an über 31.600 freiwillige Feuerwehrmänner und -frauen im SAW-Land. Und zu Besuch waren wir bei einer Feuerwehr, die jede Menge zu tun hat. 

215 Mal, also im Schnitt minimum jeden zweiten Tag des Jahres, waren die Kameraden hier in Burg voriges Jahr zum Einsatz unterwegs. Und sie müssen auf alles vorbereitet sein. Schiene, Wasser, Straße - das alles gibts in Burg und für alles sind die Kameraden bereit. Wehrleiter Jens Wiedemann und sein Gerätewart Chris Böttcher sind die einzigen, die dafür bezahlt werden, 100% ehrenamtlich würde es gar nicht laufen. Die restlichen 38 Aktiven machen es freiwillig und sind ständig auf Abruf. Wie etwa Arendt Fritzsch, der seit über 20 Jahren als Feuerwehrmann aktiv ist. Die größte Schwierigkeit für ihn - Frau und Kinder stehen lassen, auch wenn gerade ein Familienabend geplant war. Doch Notfälle warten nicht.

Wie der von Marc Sommer. Seine Wohnung brannte an Silvester zu 2009, die Kameraden rückten schnell aus und retteten einen großen Teil seiner Habseligkeiten. Mittlerweile ist Marc nicht selbst Feuerwehrmann, Chef der Facebook-Seite der Freiwilligen Feuerwehr in Burg, und allzeit bereit zu helfen. Dafür stellt ihn der Landkreis Jerichower Land problemlos von der Arbeit frei. Auch die Stadt Burg hilt dabei, dass die Feuerwehr auch während der Arbeitszeiten ausrücken kann. Die Verwaltungen stellen nämlich bevorzugt Kameraden ein - damit die dann im Ernstfall alles stehen und liegen lassen können. Für Arbeitnehmer in der Wirtschaft, die vielleicht sogar außerhalb arbeiten, wäre das deutlich schwerer.

Einen gesunden Schlaf haben zumindest die Kollegen, die schon länger dabei. Wach sind sie dennoch sobald der Alarm losgeht, denn bei Notfällen müssen sie nicht nur so schnell wie möglich rausfahren, sie müssen auch sofort top konzentriert mit schwerem Gerät umgehen. Nicht immer gehen Einsätze das gut aus, und am morgen danach wartet der Alltag auf der Arbeit. Einiges muss erstmal verdaut werden - doch was hier alle antreibt, ist der Drang zu helfen. Den haben auch die aktuell 18 Kinder und Jugendlichen, die in Burg in den Startlöchern stehen um die neue FFW-Generation zu stärken.

Probleme gibt es natürlich aber auch: aufgrund von Corona fallen aktuell Ausbildungsabende aus, auch das Feuerwehrhaus platzt aus allen Nähten. Ein Neubau ist bald fällig. Super ausgestattet sind die Jungs dennoch in jeden Fall - auch für komplizierte Einsätze. Ein win-win finden Chris Böttcher und Feuerwehr-Urgestein Heino - große Technik ist für sie ein Stück weit auch Hobby.

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